LH-Stv. Mag. Wolfgang Sobotka

Guter Startplatz Schule

Liebe Leserinnen und Leser!

Eigenverantwortung gilt als bedeutender Faktor in der Gesundheitspolitik – Medizin kann nur reparieren, gesund zu bleiben ist die deutlich beste Lösung. Eigenverantwortung bedeutet, selbst zu wissen und zu spüren, was gut tut und gesund erhält – und auch entsprechend zu leben. Kinder lernen die Eigenverantwortung am besten, wenn sie sie vorgelebt bekommen – in der Familie von den Eltern, und natürlich auch in der Schule.Deshalb startete „Gesundes NÖ“ die Initiative „Gesunde Schule“ – eine logische Konsequenz aus den positiven Erfahrungen mit den „Gesunden Gemeinden“. Schon länger gibt es die „Bewegten Klassen“, sie waren ein guter erster Schritt zu mehr Bewegung im Schulalltag und haben sehr befriedigende Ergebnisse vorzuweisen. Die „Gesunden Schulen“ sind eine Weiterentwicklung, die das Land NÖ intensiv fördert. „Gesunde Schulen“ achten auf viele  zusätzliche Bewegungsangebote, in den Pausen und im Unterricht. Sie beschäftigen sich je nach Bedarf mit dem, was ihre Kinder und Jugendlichen brauchen – vom Entspannungstraining bis zum Sozialen Lernen. Auch das Thema Ernährung spielt eine große Rolle. Das Entscheidende, der Überbau über all die vielen Maßnahmen ist, dass diese Schulen keine fertigen Rezepte verordnet bekommen, wie sie etwas zu machen haben, sondern jede Schule für sich herauskristallisiert, was sie im Alltag anbieten will – ein Konzept, das Eigenverantwortung auf allen Ebenen unterstützt. Denn ein derartiges Programm gelingt nur so gut wie in den schon bewährten „Gesunden Schulen“, wenn Eltern, Lehrpersonal und Kinder gemeinsam an einer besseren Schule arbeiten. Und das lohnt sich, wie die vielen positiven Reaktionen zeigen. Deshalb ist es ein Anliegen von „Gesundes NÖ“ und dem Land NÖ, dass noch zahlreiche Schulen und Gemeinden diese Gesundheitsförderungskonzepte integrieren.

 

Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll

Unser wichtigstes Kapital

Liebe Leserinnen und Leser!
Das neue Schuljahr ist jetzt schon einige Wochen alt, die erste Aufregung bei Kindern, Eltern und Lehrerschaft ist verflogen, langsam kehrt der Alltag ein – damit dieses wichtige Jahr von allen für die persönliche Entwicklung gut genutzt werden kann.
Für 2.200 Schülerinnen und Schüler ist es heuer trotzdem besonders aufregend: Sie erfüllen an 47 Standorten und 113 Klassen das neue NÖ Schulmodell mit Leben. Jenes Schulmodell, das die Vorteile der Hauptschule mit den Chancen des Gymnasiums vereint. Das bedeutet, die Kinder entscheiden erst nach der 6. Schulstufe, ob sie ins Gymnasium wollen oder ob sie die Hauptschule weiter besuchen und dann in eine weiterführende Schule oder in Richtung Lehre starten.
Diese zwei Jahre sind wesentliche Jahre, in denen bei vielen Kindern deutliche Entwicklungsschübe stattfinden. Nicht nur, dass der Großteil der jungen Menschen in dieser Zeit kräftig wächst, viele Kinder, die noch in der Volksschule regelmäßig Hilfe der Eltern brauchen, werden in diesen zwei Jahren selbstständiger. Und können danach wesentlich besser als mit zehn, elf Jahren entscheiden, wie ihr weiterer Weg aussehen soll.
Das Land Niederösterreich investiert direkt in dieses eigene Schulmodell, das viel Menschlichkeit und mehr Entwicklungsspielraum bietet: Die Ressourcen des Bundes werden verdoppelt und so zwölf zusätzliche Lehrerstunden pro Klasse und Woche eingesetzt – das garantiert individuelleren und differenzierteren Unterricht, maßgeschneidert für stärkere und schwächere Kinder.
Was an diesem Modell besonders besticht – und das gibt Zuversicht für die Schule der Zukunft: Das Kind steht dabei im Mittelpunkt, und nicht die Organisationsform. Und sicherlich ist auch der gemeinsame Unterricht von Hauptschul- und Gymnasiallehrern in einer Klasse eine Bereicherung für alle Beteiligten.
 

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll