Hüttengaudi

GESUND WERDEN & WOHL FÜHLEN - GENUSS

Das Essen in Skihütten ist oft deftig und fett. Doch es gibt Alternativen.

Skifahren ist gesund. Man verbrennt pro Stunde – je nach Intensität – 300 bis 600 Kalorien. Beim Langlaufen sind es sogar noch mehr. Gerechnet wird nur die reine Fahrzeit und nicht die Zeit, die man am Ses- sellift, beim Anstellen oder in der Gondel verbringt. Der Sport an der frischen Luft macht aber auch hungrig – nach einem Vor- mittag auf der Piste knurrt der Magen und man bekommt Appetit. Mag. Christian Pau- mann, MSc, BSc, Sportwissenschafter bei der Initiative »Tut gut!«, empfiehlt für den Einkehrschwung: „Wählen Sie Speisen, die reich an hochwertigen Kohlenhydraten sind und wenig Fett enthalten. Käsekrainer mit Semmel enthalten zum Beispiel 615 kcal. Dafür ist Skifahren bei geringer Intensität von etwa 100 Minuten nötig. Im Vergleich: Für ein Kornweckerl mit Schinken reichen circa 40 Minuten. Bei Getränken gilt: Enthal- ten diese Zucker oder Alkohol, so steigt auch der Energiegehalt. Um die Energie ei- nes halben Liters Bier oder Limonade zu verbrauchen, sind beispielsweise über 30 Minuten Ski fahren nötig. Für einen halben Liter Kakao gar 54 Minuten.“ Paumann hat noch weitere Tipps, um gewichtige Überra- schungen nach dem Winterurlaub zu ver- meiden:

+ Frühstücken Sie ausreichend, um Energie für den Skitag zu tanken.

+ Alternativen zu deftigen Speisen: Bohnen- oder Lin- seneintopf, Nudelgerichte (z. B. Spaghetti), Frittaten- suppe

+ Bereiten Sie das Lunchpaket für die Piste selbst zu:

Vollkornbrot oder -weckerl, Gemüse (Karotten/Papri- ka/Gurke/Salatblatt), Käse (fettarm), Schinken (fett- arm), Obst (Apfel, Birne), Fruchtriegel, isotonisches Getränk (z. B. Apfelsaft gespritzt).


Mag. Christian Paumann, MSc, BSc, Sportwissen- schafter bei der Initiative »Tut gut!«

erschienen in GESUND & LEBEN IN NIEDERÖSTERREICH 01+02/2017