BLASE

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Wasserspiele &

Wasserlassen

Wer anfällig für Blasenentzündungen ist, sollte trotz Wärme und Sonne ganz besonders sorgsam mit seinem Körper umgehen: Verkühlung und Co erwischen einen nämlich jetzt besonders leicht.

Gerade in der warmen Jahreszeit sollte man ausreichend trinken: Im Schnitt benötigen Erwachsene etwa eineinhalb bis zwei Liter Flüssigkeit am Tag, eher mehr. Denn durch die körpereigene Klimaanlage, das Schwitzen, verlieren wir mehr Flüssigkeit als an kal- ten Tagen. Trinkt man zu wenig, ist einerseits der Kreislauf belastet, andererseits steigt die Gefahr, sich einen Harnwegsinfekt zuzu- ziehen. Denn wer wenig trinkt, muss auch weniger oft die Blase entleeren, und das fördert die Entstehung von Harnwegsinfekten. Keime bilden sich schneller, wenn der Harn einen längeren Zeitraum in der Blase steht. Andererseits wird beim Wasserlassen die Harnröhre durchspült.


Kleine hilfreiche Tipps

Ein weiterer Grund für die höhere Gefahr, sich eine Blasenentzündung zu angeln: Durch einen nassen Bikini oder das Sitzen im abends kühleren Schanigarten oder in der Natur kann man sich ein sogenanntes „Kältetrauma“ zuziehen. Achten Sie daher auf ei- nen warmen „Untergrund“, wenn Sie abends im Freien im Beisl oder Garten sitzen, und wechseln Sie den Badeanzug nach dem Schwimmen immer sofort.

Einen Harnwegsinfekt kann man sich aber auch durch falsche Intimhygiene oder beim Sex holen: Bei beidem können Bakterien des Darms in die Harnröhre gelangen. Experten raten zu einem möglichst naturnahen Umgang beim Reinigen. Denn das saure Schei- denmilieu fungiert als schützende Barriere gegen Bakterien, und übertriebene Hygiene schadet mehr, als sie nützt. Wichtig ist es, nach dem Stuhlgang stets von vorne nach hinten zu wischen, damit keine Darmbakterien zur Scheide und in die Blase gelangen. Vor und vor allem nach dem Sex sollte man die Blase vollständig entleeren.


Was tun, wenn?

Haben Sie sich trotz allem eine Blasenentzündung zugezogen, hilft trinken, trinken, trinken. Und den Bereich um die Blase warm hal- ten und die Blase häufig entleeren. Auch wenn es durch das Brennen unangenehm sein kann, werden so die Bakterien ausgespült und können sich nicht vermehren. Füße warm halten ist ein weiterer heißer Tipp beim lästigen Harnwegsinfekt, und es kann sich loh- nen, auf unnötige „Reizquellen“ wie Kaffee, Alkohol und stark gewürzte Speisen zu verzichten. Trinken Sie nun zwei bis drei Liter pro Tag. Am besten spezielle harntreibende und entzündungshemmende Kräutertees wie etwa Blasen- oder Brennnesseltee aus der Apotheke. Dort bekommen Sie auch Preiselbeerprodukte, die den Urin ansäuern, wodurch sich Bakterien nicht so leicht vermehren können.

erschienen in GESUND & LEBEN IN NIEDERÖSTERREICH 06/2018