SANIEREN

Fotos: istockphoto/ loooby, istockphoto/ green casius

Ein paar Kunstgriffe reichen, um einem Zimmer einen anderen Touch zu verleihen.

Auch das Badezimmer sollte mal erneuert werden. Neue Fliesen setzen neue Akzente.

Tapeten-

wechsel

Auch ein Haus, eine Wohnung braucht mal Abwechslung.

So trendy und praktisch manche Einrichtungen vielleicht beim Ein- zug noch waren, so dringend tut sich nach einigen Jahren der Wunsch nach Veränderung auf. Was tun auf 150 m2 Wohnfläche, die für vier Personen gut war, und nun, wenn die Kinder aus dem Haus sind, für ein oder zwei Bewohner viel Raum lässt?

Ein großes Wohnzimmer hat viele Vorteile und kann durchaus so bleiben, wie es ist. Die Wände könnten vielleicht einen neuen An- strich vertragen: Eine Wand in einer anderen Farbe zu streichen, trägt dazu bei, den Raum optisch zu akzentuieren. Wie wäre es mit einem warmen Elfenbeinton? Oder doch lieber Graugrün oder ein kühles Blau? Dabei sollten Sie beachten, in welche Himmelsrich- tung Ihr Wohnzimmer ausgerichtet ist. Gegen Süden können kühle Farbnuancen gut wirken, nach Norden zu sollten Sie eher warme Farbtöne ins Auge fassen.



Übergangszeit

Ein Schwedenofen ist, so hört man, besonders in der Übergangszeit heiztechnisch ein Glücksgriff – und im Winter ein romantisches Woh- naccessoire, das überdies Heizkosten sparen hilft. Ein gemütliches Sofa in dunklem Rot und – farblich korrespondierend dazu – neue Vor- hänge, die mit Wand- und Sofafarben eine harmonische Trias bilden. Demselben Raum wird mit ein paar Handgriffen ein anderer Charak- ter verliehen.


Die Küche

Die Küche war seit jeher ein Platz der Kommunikation. Doch auch hier ist das Interieur in die Jahre gekommen, ein neuer Touch täte gut. Eine Einrichtung mit genug Stauraum und Möbeln, die sich ergänzen, variieren lassen und in der der zentrale Aspekt „die Küche als Kom- munikationsraum“ noch mehr verstärkt wird. Eines vorweg: Eine gut geplante, zeitgemäße Küche muss nicht teuer sein, denn die Auswahl an Materialien ist groß. Ob Oberflächen aus Naturmaterialien oder Glanzlack ist eine Frage des Geschmacks. Günstig ist es auf jeden Fall, bei der Küchenlösung einen erfahrenen Planer mit an Bord zu holen. Das Ergebnis ist eine Küche mit ausreichend Arbeitsflächen, dezent verborgenen Stauräumen, einer Kochinsel und daran angrenzend ein erhöhter Essplatz, gleich einer Bar, um am Ort des kulinari- schen Geschehens zu sein.Ein paar Kunstgriffe – und siehe da: Die Küche hat sich zum Kommunikationsort entwickelt, wer hier anpacken oder auch nur plaudern möchte, hat genügend Freiraum – während das Essen im Rohr dahinschmurgelt. Interessant auch, dass es nun unglaublich viele Helfer gibt, die plötzlich in die Küche kommen, obwohl im Wohnzimmer Platz ist zum Essen, zum Musikhören, zum Chil- len.


Am Boden bleiben

Wenn bereits vor dem Einzug ein Parkettboden verlegt wurde, ist das ein Umstand, der sich bezahlt macht, denn er verliert nicht an Schönheit, sondern gewinnt eher an Patina. Außerdem bringt er den unschätzbaren Vorteil mit sich, dass man etwa mit Teppichen den Charakter je nach Lust und Laune verändern kann. Ein Orient-Teppich in der Küche etwa harmoniert hervorragend mit den klaren Linien des Interieurs. Das lässt sich aber verändern, wenn beispielsweise ein fröhlicher Kelim – oder auch gar kein Teppich – aufgelegt wird. So lässt sich leicht hexen und Farbe ins Spiel bringen.


Badewanne oder Dusche?

Die Schlafräume, das Badezimmer – sie sollten auch mal überarbeitet werden. Denn nach dem Auszug der Kinder lassen sich möglicher- weise neue Akzente setzen. Vielleicht gibt es Platz für eine lang ersehnte Badewanne? Dann spricht nichts dagegen, aber auch Mikroba- dewannen könnten eine ideale Lösung sein, um sich diesen Wunsch zu erfüllen. Wichtig jedoch ist, dass das Badezimmer nicht zu ange- füllt wirkt, wenn auch die Waschmaschine noch darin Platz finden soll. Helle Möbel, klare Linie, Tricks mit Spiegeln und Lichteffekten sind Kunstgriffe, die ein Bad optisch größer wirken lassen.


Schlafen & Träumen

Bleiben noch die Schlafräume, die etwas großzügiger gestaltet werden können, zumal vielleicht nun in einem Kinderzimmer Platz für einen begehbaren Schrank frei wurde. Somit dient das Schlafzimmer nur mehr seiner ursprünglichen Vorsehung, dem Schlafen. Wie wär’s mit einer neuen Wandfarbe? Mit neuen Vorhängen in Ihren Lieblingsfarben? Oder vielleicht sogar ein neues Bett aus edler Zirbe, ein ästheti- scher Futon, ein stylisches Boxspringbett? Und weil es dann gleich in einem geht: Nehmen Sie sich Zeit, um sorgfältig eine neue Matratze „testzuliegen“. Es macht sich bezahlt und Sie werden rundum zufrieden schlafen und leben – in Ihren neuen, alten vier Wänden.


Doris Simhofer

erschienen in GESUND & LEBEN IN NIEDERÖSTERREICH 06/2018