Kroko macht‘s möglich: Immer mehr Kinder haben gesunde Zähne. Darüber freuen sich (v.l.) Landesrat Franz Schnabl, Arbeitskreis- Leiterin Gerda Seiler und NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter.

ZAHNGESUNDHEIT

Keine Chance

für Karies

1,5 Millionen Kinder in Niederösterreich hat das Zahngesundheits- Projekt „Apollonia 2020“ seit dem Start 2001 bereits erreicht. Über 80 Prozent der NÖ Kinder pflegen ihre Zähne gut.

Gesunde Zähne sind die Basis der Gesundheit. Deshalb ist es so wichtig, bereits bei den Kleinsten darauf zu achten, dass die Zähne gut gepflegt sind. Unterstützt werden Eltern und Kinder seit 2001 durch das Kariespro- phylaxe-Programm „Apollonia 2020“. Es ist eine Kooperation von Land NÖ, der NÖ Gebietskrankenkasse und den anderen  Krankenversicherungsträgern mit der NÖ Zahnärztekammer. Im Vorjahr erreichte es  126.000 Kin- der in Mutter-Eltern-Beratungsstellen, Schulen und Kindergärten: Auf spielerischem Weg nimmt das Programm Kindern von zweieinhalb bis zehn Jahren die Angst vor einem Zahnarztbesuch und vermittelt die Bedeutung der korrekten Zahnpflege. Organisiert wird „Apollonia 2020“ vom Arbeitskreis für zahnärztliche Vorsorgemedizin (AKS-ZAVOMED). Auch GESUND&LEBEN berichtet immer wieder darüber, wie das Programm funktioniert und wie gern die Kinder mit dem grünen Plüschtier Kroko lernen, wie man Zähne richtig putzt. In jeder Ausgabe fin- den Sie die Termine, zu denen Zahngesundheitserzieherinnen in den Mutter-Eltern-Beratungsstellen informieren. Seit dem Start von „Apollonia 2020“ haben bereits 1.550.000 Kinder das richtige Zähneputzen erlernt.


Kroko zeigt es

Kroko zeigt den Kindern, wie die richtige Zahnpflege funktioniert, und das ist Gesundheits-Landesrat Franz Schnabl ein wichtiges Anliegen: „Die Vorsorge bereits ab dem Säuglingsalter ist ein wichtiger Baustein für die Zahngesundheit. Das sehen wir an jenen Kindern, die bereits in Mutter-Eltern-Beratungsstellen von Apollonia betreut wurden: Seither steigt die Zahl von Kindern in bester Zahngesundheit, 85,8 Prozent von ihnen  sind kari- esfrei.“

Das Beratungsangebot reicht von 246 Mutter-Eltern-Beratungsstellen über 1.110 Kindergärten bis hin zu 664 Schulen in Niederösterreich. Gerhard Hutter, Obmann der NÖGKK, weiß, dass gerade im Bereich der Kinder- zahngesundheit Vorsorge und frühe Behandlung von Schäden langfristige und nachweisbare Erfolge bringen: „Kariöse Milchzähne können ernstzunehmende Gesundheitsprobleme nach sich ziehen. Verschärft wird das Problem, weil Karies bei Milchzähnen schneller voranschreitet als bei den bleibenden Zähnen. Ein wirksames Gegenmittel ist Zähneputzen, von klein an und richtig gemacht.“ Mit „Apollonia 2020“ seien die Zähne der nie- derösterreichischen Kinder markant besser geworden. „Dennoch liegt noch einiges an Arbeit vor uns.“

Dabei hilft eine kostenlose, interaktive Zahnputz-App der NÖGKK. Sie unterstützt Eltern und Kinder im täglichen Kampf gegen Karies und vermittelt spielerisch das richtige Zähneputzen.


Eltern wichtige Partner

DDr. Gerda Seiler ist die Obfrau des Arbeitskreises für zahnärztliche Vorsorgemedizin. Ihr Anliegen ist es, alle Beteiligten ins Boot zu holen und das Bewusstsein für das Thema Zahngesundheit zu schaffen: „Das ist die Grundvoraussetzung für den Erfolg. Deshalb betreuen wir nicht nur die Kleinsten, sondern setzen auch auf die Beratung der Eltern bei Info-Abenden in Schulen und Kindergärten. Diese Vorsorge bringt die Gesundheit von morgen.“

„Apollonia“ will bis zum Jahr 2020 erreichen, 80 Prozent der sechsjährigen Kinder kariesfrei zu halten. 2017 schaffte das Projekt eine Steigerung von über drei Prozent auf 64,25 Prozent, vor elf Jahren noch lag der Wert bei 50 Prozent. Immerhin erreichen jetzt schon insgesamt 80,5 Prozent der Kinder das Ziel, allerdings noch nicht bei den Volksschulkindern. Für Landesrat Schnabl ein gutes Zeichen, denn „es geht nicht nur um den Zu- stand der Zähne unserer Kinder, sondern um die Allgemeingesundheit im Erwachsenenalter. Forschungen dazu zeigen eindeutig, dass Erkrankungen der Zähne das Risiko von zum Beispiel Herzinfarkt oder Schlaganfall si- gnifikant erhöhen.“ Und er dankt allen Kindern, Eltern, Zahngesundheitserzieherinnen und engagierten Helfern im Projekt, „dass wir einen weiteren Schritt in Sachen Bewusstseinsbildung für die Gesundheit unserer Kleinsten erreichen konnten, damit diese auch im nächsten Jahr wieder kraftvoll zubeißen können.“

Informationen:

www.apollonia2020.at

erschienen in GESUND & LEBEN IN NIEDERÖSTERREICH 12/2017