WASSERSCHULE

H2NOE = Wasserschule

Kinder brauchen genug Flüssigkeit, um gut zu lernen. In den NÖ Wasserschulen gehört das Trinken zum Stundenplan.

Kennen Sie das – Kopfschmerzen, weil Sie wieder einmal verges- sen haben, genug zu trinken? Das Gehirn kann nicht arbeiten , wenn es nicht genug Wasser im Körper gibt. Deshalb startet da- s Pilotprojekt »H2NOE – Wasserschule in NÖ« der Initiative »Tut gut!«: In einer ersten Phase erproben 22 Volksschulen mit rund 3.000 Schülerinnen und Schülern in über 160 Klassen, wie das Projekt in den Schulalltag passt. Gratis-Trinkflaschen für jedes Kind, Wasser-Pässe zum Dokumentieren der Trinkmenge, Schu- lungen der Lehrkräfte, Elternabende – ein rundes Paket soll dazu führen, dass die Kinder Wasser trinken und ihren Flüssigkeitsbe- darf damit stillen- .


Denn damit werden süße Getränke zu dem, was sie sein sollen: eine Nachspeise, eine Nascherei. Und nicht Durststiller, denn damit führen sie zu Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, weiß Landesrat Martin Eichtinger: „Was- ser ist bekanntermaßen nicht nur Leben, sondern hat auch zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften. Aufmerksamere Kinder, Vermeidung von Müdigkeit und Konzentrationsschwächen durch Flüssigkeitsdefizit oder die Prävention von Adipos- itas und Karies sprechen ganz klar für das beliebte Getränk aus der Leitung- .“


Wasser marsch!

Das Projekt wird während der einjährigen Laufzeit evaluiert. Ziel ist es, dass die »H2NOE«-Schülerinnen und -Schüler min- destens einen halben Liter Wasser pro Schulvormittag trinken und als Vorbilder und Multiplikatoren in den Familien wirken- .

Ganz wichtig: Lebensmittel, wie die seit Jahren bewährte Schulmilch, sollen dadurch nicht aus den Klassenzimmern ve- rdrängt werden- .

Das Projekt zielt darauf ab, eine leicht zugängliche Getränkealternative in den Fokus zu stellen. Die 2014 durchgeführte HBSC-Studie der WHO (Health Behaviour in School-aged Children Study) zeigte nämlich, dass rund 16 Prozent der österrei- chischen Schülerinnen und Schüler täglich stark zuckerhaltige, synthetische Limonaden trinken.


Foto: NLK Burchhart

Start der »H2NOE-Wasserschulen« in Perschling: (v.l.) Leiterin der Volksschule Edith Jagodic, Landesrat Martin Eichtinger , die Projektleiterin Irene Öllinger von der Initiative »Tut gut!«, Alexandra Pernsteiner-Kappl (Leiterin der Initiative »Tut gut!«) und  vorne die Volksschulkinder Sophie, Alex, Eva und Zarah

erschienen in GESUND & LEBEN IN NIEDERÖSTERREICH 11/2018