SCHMERZ

FOTOS: nuhr medical center

Entscheidend für die Linderung chronischer Schmerzen ist das regelmäßige Üben.

Raus aus dem Schmerz- Karussell

Wer sich mit chronischen Schmerzen plagt, kann mit einer zwei- oder dreiwöchigen ambulanten Behandlung deutliche Linderung erreichen – wenn man engagiert mitarbeitet- .

Univ.-Doz. Dr. Martin Nuhr, MSc, entwickelte die Schmerztherapie weiter.

Schmerzen im Bewegungs- und Stützapparat bleiben fast niemandem erspart; wer sie länger hat, verliert a- n Lebensqualität und plagt sich womöglich schon bald mit dem chronischen Schmerzsyndrom. Das Leben wi- rd zur Qual, die Leistungsfähigkeit sinkt. Gut, wenn man es erst gar nicht so weit kommen lässt und mit einem ge- zielten Therapie-Paket so früh gegensteuert, dass sich der Schmerz noch nicht im Gehirn festgesetzt ha- t.

Das rät auch Univ.-Doz. Dr. Martin Nuhr, MSc, der in Senftenberg in der Mitte Niederösterreichs in dritter Gene- ration das Nuhr Medical Center leitet und seine eigene Behandlungsphilosophie entwickelt hat. Er bietet neben einer stationären Rehabilitations-Behandlung auch eine ambulante an, bei der man von Montag bis Freitag täg- lich zur Therapie kommt – und das tun auch zwei Drittel seiner Patientinnen und Patienten, von Mistelbach bis Krems und von Horn bis Baden. Menschen, die an chronischen Schmerzen leiden, weil die Gelenke abgenützt sind, der Rücken schon lange schmerzt oder die sich mit Fibromyalgie plagen, Schmerzen im ganzen Körpe- r.


Symptom Schmerz

Nuhr, der an der Medizinischen Universität Wien ebenso wie an der Karl Landsteiner Privatuniversität für Ge- sundheitswissenschaften in Krems lehrt, setzt zu Beginn einer Behandlung auf eine gründliche manuelle Unte- rsuchung und Anamnese: „Ich muss den Menschen wirklich erfassen, ihn spüren, die schmerzenden Stellen e- rtasten – nur so kann ich zu einer guten Diagnose kommen, die ich durch radiologische Befunde ergänzen kann.“ Manualtherapeutische Diagnostik ist für den Physikalischen Mediziner die Basis, um die Ursachen für das Symptom Schmerz herauszufinden. Oft findet er dabei muskuläre Dysbalancen, also zu hohe Anspannun- gen in der einen Muskelgruppe und zu wenig Kraft in einer anderen – Probleme, die man sich mit einem wenig bewegten Leben und viel Zeit am Schreibtisch und im Auto leicht erarbeiten kann, und die sich nur mit regelm- äßigem Training, Massagen und einem angepassten Lebensstil in den Griff kriegen lassen- .


Selbstverantwortung gefragt

Für den erfahrenen Arzt ist es wichtig, dass Menschen ihre gesundheitlichen Probleme wirklich lösen wollen. Denn sie müssen etwas dafür tun, um chronische Schmerzen loszuwerden oder zumindest deutlich zu lindern und damit besser mit ihnen leben zu können. In den zwei oder drei Behandlungswochen bekommen d- ie

Patientinnen und Patienten im Nuhr Medical Center zahlreiche maßgeschneiderte Therapieeinheiten für diesen Weg und können so einüben, was ihnen im Alltag die Gesundheit und ein zumindest wesentlich schmerzärme- res Leben sichern kann. „Wir leiten sie an, damit sie es selber können.“ Sporttherapie, Physiotherapie ,

Heilmassage, elektrophysikalische Behandlungen und vieles mehr bis hin zur Psychotherapie werden angeb- oten und auch intensiv genutzt. „Wir vereinbaren ein Therapieziel und klären, wie wir es gemeinsam erreichen können. Und wir kontrollieren den Therapieverlauf.“ Für Martin Nuhr ist dabei ein wichtiger Faktor, dass jede Patientin, jeder Patient in den Behandlungswochen möglichst immer von denselben Therapeuten betreut wird. Dass er oder sie also zum Beispiel nicht mehrmals bei verschiedenen Physiotherapeuten erzählen muss, wo der Schuh drückt und dass die Behandlung in ihrer Wirkung verfolgt und gesteuert werden kann. „Diese durc- hgehende Betreuung ist ein Qualitätsmerkmal. Ich halte das für wesentlich effizienter als ständig wechselnde Therapeuten, und ich weiß auch, dass unsere Patienten das schätzen“, sagt der Leiter des Nuhr Medical Cen- ter, das gerade umgebaut und erweitert wurde und im Oktober feierlich eröffnet wird. Der Wunsch sei auch, die Dosis an Schmerzmitteln spürbar zu senken und möglichst keine mehr zu benötigen, weiß Nuhr: „In der Akut- phase sind Schmerzmittel wichtig, aber langfristig keine alleinige Lösung. Infiltrationen und Infusione- n

werden also so weit wie möglich reduziert.


Drei Säulen der Behandlung

Martin Nuhr, der den Großteil der Rehabilitation in seinem Medical Center als Wahlarzt anbietet, setzt auf drei Säulen der Behandlung :

-Individuell – also maßgeschneidert mit viel aktiver Bewegung. Und zwar ohne Gruppentrainings, sondern nur mit Einzeltrainings.

-Regelmäßig – in den Behandlungswochen täglich und über den Tag verteilt, damit sich etwas bewegen kan- n.

-Intensiv – und zwar so intensiv, dass es für spürbare Verbesserungen ausreicht- .


Dass das Konzept aufgeht, das zeigen ihm seine Patienten, berichtet Nuhr: „Ich kann ihnen nur ein Kompliment aussprechen, denn die allermeisten sind extrem motiviert und machen intensiv mit.“ Und das ist auch beim chronischen Schmerz das beste Rezept: Die eigene Gesundheit durch das Wissen der Experten und durch ihr- e Anleitung und Unterstützung in die eigene Hand nehmen zu können. Und damit das Therapieziel zu erreichen. Ein Gewinn für alle Beteiligten.

Tag der offenen Tür im Nuhr Medical Center


-Guided Tours und Präsentation der Therapieangebote

-Fachvorträge zu Schwerpunktthemen

-Infoparcours mit attraktivem Gewinnspie- l

6. Oktober 2018, 10:00–16:00 Uhr

Nuhr Medical Center, Dr.-Nuhr-Platz 1, 3541 Senftenberg

Informationen: www.nuhr.at

erschienen in GESUND & LEBEN IN NIEDERÖSTERREICH 10/2018