Vorsorgepreis

foto: NLK Burchhart

Tolle Projekte vor den Vorhang!

Um den Vorsorgepreis 2018 können sich Bildungseinrichtungen, Kommunen und Betriebe noch bis 22. Oktober 2017 bewerben.

„Unser Ziel muss es sein, den Lebensabschnitt in Gesund- heit weiter zu verlängern. Mit der Initiative »Tut gut!« wol- len wir den Menschen in Niederösterreich ein gesünderes und bewussteres Leben ermöglichen“, erklärt Landes- hauptfrau Johanna Mikl-Leitner, bei der Pressekonferenz zum Vorsorgepreis 2018 umringt von (v.l.) Karl-Heinz Feldhoff (Arzt und Leiter des Gesundheitsamtes des Krei- ses Heinsberg) sowie VeraRusswurm (Moderatorin, Ärztin, Vorstandsvorsitzende der Stiftung euPrevent EMR, Unter- stützerin) und Landesrat Ludwig Schleritzko (NÖGUS-Vor- sitzender).

Einreichen

(noch bis 22. Oktober 2017):

www.vorsorgepreis.at

Unser Lebensstil ist von zentraler Bedeutung dafür, ob und wie lange wir unser Leben in Gesundheit verbringen und ab wann wir mit einer oder mehreren Krankheiten leben müssen. In unseren Breiten sind das anfangs meist Bluthochdruck und Diabetes, die verant- wortlich sind für sehr gefährliche schwere Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Sie begünstigen aber auch Krebs und De- menz. Die Lebenserwartung der Menschen in Österreich liegt derzeit bei durchschnittlich 81 Jahren, sie ist damit deutlich gestiegen, vor allem bei den Männern. Doch die Gesundheitserwartung – die Jahre, die wir ohne schwere Krankheiten leben – liegt nur bei 65 Jah- ren. Und dieser Wert soll steigen. Denn das ist nicht nur wesentlich für die Lebensqualität des Menschen, sondern auch für die Kosten im Gesundheitssystem. Andererseits wissen wir aus verschiedenen Studien: Investiert man einen Euro in die Vorsorge, spart man sich vier Euro für die Versorgung Kranker. Eine Win-win-Situation also.


Erfolgreiche Siegerinnen & Sieger

Deshalb lädt das Land Niederösterreich heuer bereits zum achten Mal dazu ein, gute Präventionsprojekte für den Vorsorgepreis einzu- reichen. Ein gutes Beispiel dafür ist ein Siegerprojekt des Vorsorgepreises 2016 – die Wasserschule Sallingberg.

GESUND&LEBEN berichtete in der vorigen Ausgabe (08/2017) darüber, wie diese Schule neben dem Wassertrinken auch die gesun- de Jause als Standard eingeführt hat – ein Gewinn für alle: Wenn man schon mit dem richtigen Lebensstil mit viel Bewegung, einer aus- gewogenen Ernährung und regelmäßigem Entspannen aufwächst, muss man später nicht mehr umlernen. Solche Beispiele sucht der Vorsorgepreis und holt sie vor den Vorhang.


Die Kategorien

Der Vorsorgepreis wurde 2008 vom jetzigen Innenminister Wolfgang Sobotka ins Leben gerufen. Seither wurden insgesamt rund 1.600 Projekte eingereicht und 54 prämiert.

Der Vorsorgepreis 2018 zeichnet in den drei Kategorien Betriebe, Gemeinden/Städte und Bildungseinrichtungen aus, die Ideen und Projekte im Bereich der Gesundheitsvorsorge initiieren und umsetzen. Je Kategorie werden je ein Österreich- und ein Niederöster- reich-Gewinner von einer hochkarätigen, nationalen Jury ausgewählt. Dieser Preis ist mit jeweils 3.000 Euro dotiert.

Der „Vorsorgepreis europäischer Regionen“ wird von einer international anerkannten Jury in allen drei Kategorien ausgewählt und ist mit je 5.000 Euro dotiert. Die Sieger erhalten außerdem die aus Bronze gegossene Trophäe, die Hygieia, die Göttin der Gesundheit, symbolisiert.


Die Kriterien

Gesucht werden Projekte, die sich mit der Gesundheitsförderung und Prävention befassen. Die Jury bewertet die Idee hinter dem Pro- jekt und die Umsetzung im Sinne der Ottawa-Charta. Wichtig dabei ist eine aktive Beteiligung der jeweiligen Zielgruppe und eine nach- haltige Verhaltensänderung der Teilnehmenden.

erschienen in GESUND & LEBEN IN NIEDERÖSTERREICH 09/2017