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GESUND WERDEN & BLEIBEN - HITZE

Gesunde

Tipps

Heiße Sommertage und starke UV-Strahlung setzen dem Körper zu. Mit den richtigen Maßnahmen bekommen Sie die Hitzebelastung in den Griff.

Kühlen Kopf bewahren: Im Sommer ist das an manchen Tagen leichter gesagt als getan. Denn wenn es heiß ist, sinken Kon- zentrationsvermögen und Leistungsfähigkeit. Das macht sich besonders im Straßenverkehr bemerkbar: Bei hohen Temperatu- ren steigen die Unfallzahlen rapide an. Aber auch am Arbeitsplatz wirken sich zu heiße Büroräume negativ auf das Befinden aus. Man wird leichter müde und empfindet die Arbeit als anstrengender.

Klettern die Temperaturen in Innenräumen über einen längeren Zeitraum auf über 26 Grad, kann sich das Studien zufolge ne- gativ auf das Leistungsvermögen, die Motivation und die Arbeitsproduktivität auswirken.


Mehr heiße Tage

Statistiken zeigen, dass in den letzten hundert Jahren die Anzahl heißer Sommertage mit Temperaturen über 25 Grad gestie- gen sind. Obwohl die Wissenschaft nicht in der Lage ist, die klimatischen Entwicklungen im Detail vorherzusagen, gehen Kli- maforscher davon aus, dass die Durchschnittstemperaturen in Mitteleuropa wegen der Klimaerwärmung steigen werden. Wet- terextreme werden sich häufen: Tropisch heiße Tage mit Temperaturen über 30 Grad sollen laut Prognosen in den nächsten Jahr-

zehnten zunehmen. Empfindlich auf Hitze reagieren vor allem Kleinkinder, kranke Menschen, Pflegebe- dürftige, Seniorinnen und Senioren. Bei älteren Men- schen treten an heißen Tagen öfter Kreislaufstörungen und Schwächegefühle auf.

Die Ursache liegt häufig in der fehlenden Flüssig- keitszufuhr: Senioren haben meist weniger Durst und vergessen darauf, ausreichend zu trinken. Bei Hitze ist es aber besonders wichtig, auf den Flüssigkeits- haushalt zu achten. Durch das vermehrte Schwitzen verliert der Körper Flüssigkeit. Dabei gehen Mineral- stoffe wie Kalium und Magnesium sowie Salze verlo- ren.

Um den Salzverlust auszugleichen, ist der Verzehr von Gemüsesuppen ideal. Als Getränke eignen sich Mineralwasser, Obst- und Gemüsesäfte sowie ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees. Dazu passen leicht verdau- liche Mahlzeiten wie Gemüse, Salate und Obst. Ärzte raten, täglich min- destens zwei Liter zu trinken, wenn der Körper im Sommer ins Schwitzen gerät.

Nicht empfehlenswert sind zu kalte Getränke, Alkohol oder Kaffee: Bei Hitze belasten sie den Organismus, Kreislaufprobleme können auftreten.


Vor Sonnenlicht schützen

Vorsichtig sollte man bei längeren Aufenthalten in der Sonne sein. Vor allem ältere Menschen laufen auch ohne körperliche Aktivitäten Ge- fahr, bei starker Sonnenexposition einen Hitzeschlag zu erleiden. Die Symptome machen sich durch Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwin- del bemerkbar. Vorbeugend ist es besser, auf Anstrengungen in der Sonne zu verzichten.

Speziell Senioren sollten den ganzen Tag über viel trinken, eine schützende Kopfbedeckung tragen und sich nicht lange der Sonne aussetzen. Sonnenanbeter, die am Strand knackig braun werden wol- len, sollten ihren Hauttyp (siehe Infokasten Seite 26) kennen. Nach der individuellen UV-Empfindlichkeit wählt man den Lichtschutzfaktor. Die Sonnencreme immer großzügig am ganzen Körper verteilen und nach dem Baden nachcremen, da die Wirkung nachlässt. Sonnen- empfindliche sollten in der Mittagshitze eine Siesta halten und alle Ak- tivitäten in die späten Nachmittagsstunden verlegen.

Allgemein ist es besser, maßvollem Genuss den Vorrang zu geben: Nur wer die Haut vor zu viel Sonnenlicht und damit vor frühzeitiger Hautalterung und Hautkrebs schützt, hat noch lange Spaß in der Son- ne.


JACQUELINE KACETL

erschienen in GESUND & LEBEN IN NIEDERÖSTERREICH 06+07/2017