„Die Donau ist ein See!“: Eine gemütliche Radtour entlang der Donau eignet sich sehr gut für Kinder.

Die Wanderung in der Erlaufschlucht ist eine wahre Erlebnistour. Dabei gibt es jede Menge zu entdecken: Steine und Wasser haben eine magische

Wirkung.

Steh-Paddeln in Dürnstein: Nach einer kurzen Einführung geht es bereits aufs Brett – dem Spaß am Wasser steht nichts mehr im Wege.

GESUND LEBEN & WOHL FÜHLEN -  FIT IM SOMMER

FotoS: Werner Schrittwieser

Sportlich durch den Sommer

In Niederösterreich ist es leicht, fit durch die Ferienmonate zu kommen: Neben Laufen, Radfahren oder Wandern stehen auch Steh-Paddeln oder Mountainbiken hoch im Kurs.

Da es im Sommer draußen so schön lang hell ist, bleibt mehr Zeit für Sport und Fitness an der frischen Luft. Auch am Abend noch eine Runde in der schönen Natur drehen – egal ob im Wald oder entlang eines Flusses oder Sees. Laufen oder Rad fahren hat gerade im Som- mer ein ganz besonderes Flair. Der große Vorteil dabei

ist, dass man bei diesen Sportarten flexibel ist, was Ort und Zeit betrifft. Gemeinsam mit Freunden macht es noch mehr Spaß und nach der sportlichen Betätigung lässt man eine laue Sommernacht gemütlich ausklingen.


Die Gipfelstürmer

Gerade wenn es in den Städten und Tälern heiß wird, tut kühle Höhenluft richtig gut. Beim Wandern bietet Niederösterreich ein brei- tes Angebot an Touren, hier kommen gemütliche Geher ebenso wie Liebhaber von sehr anspruchsvollen Etappen voll auf ihre Kos- ten. Wer auf der Suche nach einer Herausforderung ist, wird in den Mostviertler Alpen mit dem Hochkar, Ötscher oder dem Dürren- stein fündig: Bei der zweitägigen Panoramatour von Lunz am See zur Ybbstalerhütte (Nächtigung) und dem Dürrenstein beispielswei- se ist gute Kondition gefragt. Dafür wird man beim Gipfel (1.878 Meter) mit einem tollen 360-Grad-Panorama und beim Abstieg mit einem smaragdgrünen Bergsee, dem Obersee, belohnt.

Der Wiener-Alpenbogen-Weg ist ein 300 Kilometer langer Wanderweg zwischen Katzelsdorf und Bad Fischau. Hier kann man die Schönheit der Natur auch in kleinen Etappen genießen, denn dank der guten Beschilderung kann man zu jeder Zeit einsteigen. Ein Highlight in den Wiener Alpen ist unter anderem der 20-Schilling-Blick, den man über den Bahnwanderweg entlang der Ghega- Stre- cke der Semmeringbahn erreicht. Der Blickplatz bietet eine besondere Aussicht auf das 184 Meter lange und 46 Meter hohe Kalte- Rinne-Viadukt, das auf der Rückseite der vorletzten Ausgabe der 20-Schilling-Banknote zu sehen war.


Spaß am Wasser

Sport im Sommer muss nicht kräfteraubend sein und kann jede Menge Spaß machen. Steh-Paddeln (oder Stand-up-Paddling) schaut auf den ersten Blick vielleicht schwieriger aus, als es tatsächlich ist. Das bestätigt auch Gregor Wimmer von Kanu Wachau, der in Dürnstein an der Donau stationiert ist: „Nach einer kurzen Einführung und den wichtigsten Tipps geht es gleich aufs Wasser. Dabei stellen sich ziemlich schnell erste Erfolge ein und dann steht dem Spaß auf der Donau nichts mehr im Wege.“ Im Gegensatz zu anderen Wassersportarten wie Surfen oder Segeln sind keine aufwändigen Kurse nötig.


Mountainbiken im Wienerwald

Wer beim Mountainbiken auf der Suche nach Abwechslung ist, wird im neuen Trailpark Weidlingbach im Wienerwald fündig. Die Flow-Line eignet sich perfekt zum Hineinschnuppern für Einsteiger, die Profis können ihre Fähigkeiten in der Fun-Line unter Beweis stellen. Die Strecke weist auf einer Länge von 1,5 Kilometern mit 175 Höhenmetern 35 gebaute Anlieger, acht Tables, einen Hip- Jump sowie zwei Down-Steps auf. Der Trailpark wurde von Wienerwald Trails erbaut und gepachtet. Der Verein ist eine Gemeinschaft von Bikern, die Ansprechpartner für alle Mountainbiker im Wienerwald sein wollen. 

Nächtliches Skaten

Immer größerer Beliebtheit erfreut sich das Tuesday Nightskating. Bis zu 1.000 Skater sind noch bis Anfang September jeden zweiten Dienstag wechselweise durch die (von der Polizei gesperrten und von Roller- guards gesicherten) Straßen von St. Pölten und Wiener Neustadt unter- wegs. Ausgangs- und Endpunkt befindet sich beim Klangturm im Regie- rungsviertel oder in Wiener Neustadt bei der Arena Nova. Begeistert über das Interesse zeigt sich Projektleiter Toni Pfeffer von Sportland Nie- derösterreich: „Tuesday Nightskating bringt die Menschen mit Spaß und Freude zur gemeinsamen sportlichen Betätigung – und das bereits seit neun Jahren.“ (Facebook: Tuesday Nightskating)

Wer auf senkrechtem Weg zum Ziel will, ist in den Wiener Alpen bes- tens aufgehoben, denn diese sind als wahres Kletterparadies bekannt. Besonders beliebt sind hier die Gebiete Hohe Wand und Rax, die mit Klettersteigen, Kletterparks und Hochseilgärten ein umfangreiches An- gebot bieten. Klettern kann zudem auch eine sehr gute Alternative bei Schlechtwetter sein – in Neunkirchen gibt es mit dem Klettercenter NÖ- Süd und in der Boulderhalle Area 51 zwei Möglichkeiten. Und in Wein- burg bei Obergrafendorf eine tolle Halle.

Vorsicht: Klettern sollte man bei Profis lernen, Naturfreunde und Al- penverein bieten Kurse an. Und auch bei Klettersteigen sollte man nie- mals allein starten – die Bergrettung musste bereits viele entkräftete Ein- steiger bergen, die die Anstrengung völlig unterschätzt hatten. Auch hier tut ein Einsteigerkurs gut!


Sporteln mit den Kids

Auf Kinderrouten und familienfreundlichen Streckenabschnitten kann man unter dem Motto „Radeln für Kids“ auf Erkundungstour mit dem Drahtesel gehen. 14 unterschiedliche Strecken führen zu bunten Bauernhöfen, spannenden Museen oder Freizeitanlagen. Eine perfekte Kombination aus Rad- und Badespaß bietet beispiels- weise die Tour „Die Donau ist ein See“, bei der die Familie ein schö- ner Badestrand samt Kinderspielplatz sowie Tretbootverleih im Frei- zeitzentrum Weitenegg erwarten (www.niederoesterreich.at/radel- fuer-kids).

Viel zu entdecken gibt es für Kinder auch bei einer gemütlichen Wanderung in der Erlaufschlucht in Purgstall: Riesige Felsen, Höh- len und abenteuerliche Wege direkt entlang der Erlauf warten auf dem abenteuerlichen Fischersteig. Der Fluss hat sich im Laufe der Jahrtausende bis zu zehn Meter tief in den seit der letzten Eiszeit aufgelandeten Schotter eingegraben und gilt seit 1972 wegen der einmaligen landschaftlichen und geologischen Eigenheiten als Na- turdenkmal.


WERNER SCHRITTWIESER


NATURNAHE FLÜSSE & BÄCHE


„Mehr Raum für die Natur“ ist das Ziel vielfältiger Projekte zur Renatu- rierung von Flüssen und Bächen in Niederösterreich. So bieten sie auch für die Menschen einen noch schöneren Erholungsraum. In den letzten sieben Jahren wurden mit Unterstützung des Landes 90 Millio- nen Euro investiert. Das Ziel, sagt der zuständige LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf, sei es, „die Umwelt sauberer, die Natur reicher und die Ortschaften hochwassersicher zu machen“. So entstehen zum Bei- spiel entlang der Donau und ihrer großen Nebenflüsse Fischwanderhil- fen, um den Fischen wieder vernetzte Lebensräume bieten zu können. Aber auch an kleinen Gewässern gibt es große Erfolge, etwa beim „Biotopverbund Land um Laa“. So können wir immer mehr Bäche und Flusslandschaften als natürliche, beeindruckende Erholungsräume genießen.

Informationen: www.naturland-noe.at, www.wasseraktiv.at

erschienen in GESUND & LEBEN IN NIEDERÖSTERREICH 06+07/2017