GESUND WERDEN & BLEIBEN-  KREBS

MedAustron: Krankenkassen zahlen

Nach langen Verhandlungen ist nun die kostenlose Krebsbehandlung gesi- chert.


Manche Tumore können mit der herkömmlichen Strahlentherapie nicht gut be- handelt werden: Besonders am Auge, bei manchen Tumoren im Gehirn und bei Kindern ist die Behandlung bei MedAustron oft die beste Option. Denn bei die- sen Patienten würde der Teilchenstrahl einer herkömmlichen radioonkologi- schen Behandlung zu viel gesundes Gewebe beschädigen, für sie bietet das Ionen- und Protonentherapiezentrum MedAustron in Wiener Neustadt die opti- male Therapie. Doch bisher mussten diese Patienten einen Teil der Behandlung selber bezahlen – im Schnitt 15.000 Euro. Nun gibt es nach langen Verhandlun- gen die Einigung zwischen MedAustron und dem Hauptverband der Sozialver- sicherungsträger, dass die Behandlung für diese spezielle Patientengruppe zur Gänze von den Krankenkassen bezahlt wird – das sind im Durchschnitt Kosten von 33.000 Euro. Das Gute daran: Die Regelung gilt auch rückwirkend für alle Patienten, die seit dem Start von MedAustron im Dezember behandelt wurden.

Mit Ende Juni waren bereits die Behandlungen der ersten zwanzig Patienten abgeschlossen; derzeit wird der zweite von drei Behandlungsräu- men in einem aufwändigen Verfahren zertifiziert. Bis 2020 sollen im Vollbetrieb pro Jahr 1.000 Patienten behandelt werden. Die Warteliste, die auf der Homepage veröffentlicht wird, zeigt derzeit Wartezeiten von vier bis fünf Wochen.

Informationen: www.medaustron.at

Hoffnung für Tumorpatientinnen und -patienten: Über die Einigung freuen sich (v.l.) MedAustron-Geschäftsführer Alfred Zens und Eugen B. Hug, Aufsichtsrat-Vorsitzender Klaus Schneeberger, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Alexander Baich und Bernhard Wurz vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger

erschienen in GESUND & LEBEN IN NIEDERÖSTERREICH 06+07/2017