GESUNDHEIT IN NÖ

Landeshauptmann-Stell- vertreterin Johanna Mikl- Leitner verlieh der jüngs- ten anwesenden »Ge- sunden Gemeinde« die Grundzertifizierung: (v.l.) Petra Leitner-Braun (Lei- terin Initiative »Tut gut!«), Hans Hager (Gemeinde- rat Wilfersdorf), Josef Tatzber (Bürgermeister Wilfersdorf), Johanna Mikl-Leitner, Walburga Steiner (Programmleiterin »Gesunde Gemeinde«)

FOTOS: NLK FILZWIESER

Ausgezeichnete

Wirte & Gemeinden

Gesundheit beginnt am Wohnort. Deshalb arbeitet die Initiative

»Tut gut!« intensiv mit den Gemeinden und Gastwirten zusammen. Nun

wurden 121 »Gesunde Gemeinden« und 20 »tut gut«-Wirte ausgezeichnet.

Gesundheitsangebote brauchen die Men- schen möglichst direkt im Ort. Nur dann werden sie diese auch regelmäßig nützen. Deshalb arbeitet die Initiative »Tut gut!« eng mit den Gemeinden zusammen und erarbeitet Programme, damit Gemeinden die richtigen Angebote für ihre Bürgerin- nen und Bürger entwickeln können. Wich- tig dabei: die Qualität. 397 »Gesunde Ge- meinden« gibt es bereits in Niederöster- reich, 121 von ihnen wurden heuer für ihre qualitätsvolle Arbeit ausgezeichnet.

Dabei setzt die Initiative »Tut gut!« auf die Themenbereiche Bewegung, Ernäh- rung und mentale Gesundheit. Regelmäßig entwickelt sie für die Gemeinden neue Pro- gramm-Bausteine, Schulungen für die Ver- antwortlichen sowie ein gefördertes Ange- bot an Seminaren und Workshops, die die Gemeinden anbieten können. Jüngstes Kind im Bereich mentale Gesundheit ist hier das Thema »EnergieReich!« – Zeit zum Durchatmen und Energieaufladen (siehe Infokasten Seite 10). Weil die Ge- sundheitsförderung in den Gemeinden so unersetzlich ist, hat die Initiative »Tut gut!« nun einen universitären Lehrgang für Ge- meindebedienstete entwickelt, damit diese maßgeschneiderte Angebote für die Ge- meinden direkt entwickeln können.


Gesund essen im Dorf

Ein weiterer Baustein für gesunde Angebo- te im Land sind die 100 »tut gut«-Wirte: Sie setzen sich regelmäßig mit dem Thema ge- sunde Ernährung auseinander, nutzen ver- schiedene Schulungen und verwenden be- wusst möglichst viele saisonale und regio- nale Produkte. 20 Wirte wurden nun für

dieses Engagement geehrt (siehe Infokasten Seite 12). Landeshaupt- mann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner ist als Vorsitzende des NÖ Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) für die Initiative »Tut gut!« ver- antwortlich. Sie sagt: „Mit den Auszeichnungen für Gemeinden und Wir- te sichern und steigern wir die Qualität der Gesundheitsvorsorge auf kommunaler Ebene. Damit setzen wir ein wichtiges Zeichen.“ Rund 3.000 ehrenamtlich arbeitende Menschen leisten in den 397 »Gesunden Gemeinden« jährlich in etwa 10.000 Stunden. „Diese freiwillige Arbeit ist unersetzbar, deshalb danke ich diesen vielen Helferinnen und Helfern in den »Gesunden Gemeinden« sehr herzlich!“

Christian Vlasaty (»tut gut«-Wirt Gasthof zur Ei- che, Maria Dreieichen) mit »tut gut«-Wirt-Betreu- er Matthias Foller



Hermann Hager (»tut gut«-Wirt Weinbeisserei, Mollands) mit »tut gut«- Wirt-Betreuer Matthias Foller

(rechts) Sandra Pummer, BSc (Leiterin des Pro- gramms »tut gut«-Wirte) und Ulrike Haselbauer (»tut gut«-Prädikats-Wir- tin in Niederleis, Gast- haus Haselbauer zum Goldenen Adler)

»ENERGIEREICH!«


Unter dem Motto „Zeit zum Durchat- men und Energieaufladen“ können »Gesunde Gemeinden« und »Gesun- de Schulen« eine zweiteilige Themen- werkstatt buchen. „Wie kommt meine Energie zustande? Welche Hormone sind dafür zuständig? Was tut mir gut? Wie achte ich auf meine inneren Sensoren? Wie lade ich am besten meine Batterien wieder auf?“ Antwor- ten auf diese und viele weitere Fragen geben erfahrene Referentinnen und Referenten bei zwei Themenwerkstät- ten oder einer Themenwerkstatt kom- biniert mit einer Themenwanderung in den »Gesunden Gemeinden«. Diese Module werden von den Gemeinden selbst gebucht.


Informationen: www.noetutgut.at

REGIONALE GESUNDHEITSKOORDINATION LERNEN

Ein neuer Lehrgang für Gemeindebedienstete bildet diese zu akademischen regionalen Gesund- heitskoordinatoren aus. Der Universitätslehrgang zur/zum »Akademischen regionalen Gesundheits- koordinatorin/Gesundheitskoordinator« vermittelt interdisziplinäres Wissen aus der Gesundheitsför- derung und Prävention im Allgemeinen, stark verknüpft mit den regionalen Gegebenheiten in einzel- nen Gemeinden und Regionen. Die Schwerpunkte der Ausbildung liegen auf praxisnahen Projektar- beiten, die auf Bedarfserhebungen, Ist-Stand-Erhebungen, Qualitätssicherung, Regionalpolitik, Kom- munikation und Vernetzung, Moderation, Partizipation, Öffentlichkeitsarbeit sowie Beratungskompe- tenzen basieren.

Die erlernten Kenntnisse werden bereits während des Studiums im Zuge eines Praktikums in der eigenen Gemeinde umgesetzt. Gesundheitsfördernde Projekte und auf die Bedürfnisse der Bevölke- rung abgestimmte Maßnahmen werden entwickelt. Somit profitieren die Gemeinden, die studieren- den Gemeindebediensteten und in weiterer Folge die Gemeindebevölkerung.


Nutzen für die Gemeinden:

- bestmögliche Verankerung der Gesundheitsförderung und Prävention in den Gemeinden

- Erhalt der gesunden Lebensjahre der Bevölkerung

- langfristige Senkung der Kosten im Sozial- und

Gesundheitswesen

Qualitätssicherung und Monitoring in den Gemeinden


Zielgruppe: NÖ Gemeindebedienstete, die mit Unterstützung der Bürgermeisterin/des Bürgermeis- ters die Gesundheitsförderung stärken, die Prävention forcieren und die allgemeinen, dem Berufs- bild entsprechenden Kenntnisse erwerben wollen. Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl- Leitner: „Das Schaffen gesundheitsfördernder Lebensbedingungen zählt seit Jahrzehnten zu den Aufgaben der Initiative »Tut gut!«. Die dafür notwendigen Möglichkeiten und Maßnahmen sollen nun noch stärker in den niederösterreichischen Gemeinden verankert werden. Daher gibt es für die »Ge- sunden Gemeinden« und ihre Gemeindebediensteten ab September 2017 die Chance, an einem speziell für sie konzipierten Universitätslehrgang teilzunehmen.“ Landtagsabgeordneter Bürgermeis- ter Mag. Alfred Riedl, Präsident NÖ Gemeindebund: „Die Gemeinden tun gut daran, durch gesund- heitsfördernde Maßnahmen Vorbild für die Bürgerinnen und Bürger zu sein und sie durch passende Angebote beim Gesundbleiben zu unterstützen. Dabei kann der neue Lehrgang bestens unterstüt- zen.“


Informationen & Bewerbung: Christa Rameder, MA, Tel.: 02742/9011-14400, christa.rameder@noe- tutgut.at

Landtags- abgeordneter Bürgermeister Mag.

Alfred Riedl, Präsident NÖ Gemeindebund

Gemütlichkeit, Gesundheit & Genuss


Gutes Essen und regionaler Genuss gehören zu Niederösterre- ich und seiner Kultur. Die »tut gut«-Wirtinnen und Wirte zeigen, dass sich gesunde Ernährung und regionaler Genuss wunder- bar vereinen lassen (siehe auch Beitrag ab Seite 38).

Die Initiative »Tut gut!« unterstützt Gastronominnen und Gas- tronomen, die an einer gesünderen Speisekarte arbeiten möcht- en. So fällt es Ihnen als Gast leichter, eine ausgewogene, re- gionale Mahlzeit zu wählen. Hochwertige Lebensmittel – frisch aus heimischer Landwirtschaft – bilden dafür einen wichtigen Grundstein. »tut gut«-Wirtinnen und Wirte haben eine mehrstu- fige Aus- und Weiterbildung absolviert. Sie erweitern ihr Wissen durch laufende Seminare und individuelle Beratungen und kochen regionale und saisonale Spezialitäten mit einem Schwer- punkt auf ernährungsphysiologischer Qualität. Und natürlich mit jener Leidenschaft und Begeisterung, die wir von den niederösterreichischen Wirtshäusern kennen. Diese Betriebe werden mit der »tut gut«-Wirt-Plakette 2016 ausgezeichnet. Jene Betriebe, die mindestens 95 Prozent der möglichen Punkte erreichen, erhalten die besondere Bezeichnung »tut gut«- Prädikats-Wirt.

Der Universitätslehrgang zur/zum »Akademischen regionalen Gesundheitskoordinatorin/Gesundheitskoordinator« legt Schwerpunkte auf praxisnahe Projektarbeiten – maßgeschnei- dert auf die jeweilige Gemeinde.

»tut gut«-Prädikats-Wirt

- Achau: Der Winzerhof – Fam. Wetzl, www.derwinzerhof.at

- Etsdorf am Kamp: Bio-Kräuterlandgasthaus „anno 1920“, www.scheugl.at

- Leitzersdorf: Gasthaus Greil, www.gasthausgreil.at

- Niederleis: Gasthaus Haselbauer, www.zum-goldenenadler.at

- Stetten: Heuriger Familie Jatschka, www.jatschka.co.at

- St. Margarethen: Gasthaus zum goldenen Schuss, www.gasthaus-planer.com


Plakette 2017–2018

- Artstetten: Gasthof Hirsch, www.gasthofhirsch.at

- Enzersfeld im Weinviertel: Gasthof-Pension Scheiterer,

www.scheiterer.at

Golling: klein & fein, www.kleinundfein-golling.at

- Hagenbrunn: Heuriger Oberschil, www.oberschil.at

- Hautzendorf, Gasthaus zur Eisenbahn, www.gasthaus-zur-eisenbahn.at

- Kaumberg: Kirchenwirt Kaumberg, www.kirchenwirt-kaumberg.at

- Kirchschlag: Gasthaus Stocker, www.gasthaus-stocker.at

- Petzenkirchen, Landgasthof Bärenwirt, www.baerenwirt1.at

- Puchberg am Schneeberg: Gasthof Schwarzer Adler,

www.gasthof-schwarzeradler.at

- Vösendorf: Schlossheuriger Vösendorf, www.schlossheuriger.com

erschienen in GESUND & LEBEN IN NIEDERÖSTERREICH 12/2016