NEUES AUS DEN NÖ KLINIKEN

Neuer Computertomograph

Das Institut für Radiologie am Landesklinikum Stockerau ver- stärkt die medizinische Ausstattung mit einer neuen, besse- ren Version des CT-Geräts. Damit investiert das Klinikum 150.000 Euro in modernste medizinische Qualitätsstandards: Eine größere Röhre für weniger Engegefühl bei der Untersu- chung hilft den Patientinnen und Patienten. Die Rekonstrukti- on mit 15 Bildern pro Sekunde beschleunigt die Untersu- chung. Die geringe Geräuschbelastung wirkt sich positiv auf die Arbeitsbedingungen des Röntgenpersonals aus. Im Ge- gensatz zum Röntgen wird bei der Computertomographie eine Vielzahl an Schnittbildern erzeugt. Durch rechnerbasier- te Auswertung dieser Aufnahmen werden digital Schnittbilder rekonstruiert. Somit können Organe in Schichten dargestellt werden. Jährlich werden rund 3.600 CT-Befunde im Radiolo- gie-Institut des Landesklinikums Stockerau angefertigt. Das neunköpfige Team wird durch OÄ Dr. Gabriele Lukas, MSc, MLS, und Radiologietechnologin Barbara Pisa geleitet.

(v.l.) OÄ Dr. Gabriele Lukas, MSc, MLS, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und die leitende Radiologietechnologin Barbara Pisa

Initiative Landarzt Niederösterreich wirkt


Als Überbrückungslösung übernehmen seit April zwei Ärzte aus den NÖ Kliniken bis zu einem Jahr die offene Kassenstelle in Gresten (eine von zwei Planstellen war un- besetzt). Parallel sucht die Sozialversicherung weiterhin einen Kassen-Vertragsarzt für eine dauerhafte Besetzung der Kassenstelle. Dr. Maria Hofmann-Schreil aus dem Landesklinikum Scheibbs und Dr. Michael Schmied aus dem Landesklinikum Kor- neuburg betreuen in der Ordination von Dr. Syrus Nikou jeweils montags bzw. mitt- wochs die rund 4.500 Patientinnen und Patienten im Sprengel Gresten. Die Ordinati- on ist damit an fünf Tagen pro Woche geöffnet. Hausbesuche werden dadurch eben- so erleichtert. Derzeit gibt es rund 770 Kassenplanstellen für Allgemeinmedizin. Ak- tuell sind acht dieser Stellen nicht besetzt. Das Land Niederösterreich setzt mit der Initiative Landarzt Niederösterreich mehrere Maßnahmen, damit es genügend Haus- ärzte in den Regionen gibt. „Wir springen bei Bedarf mit unseren Ärzten aus den NÖ Kliniken in ganz Niederösterreich ein und sichern die Versorgung in den Gemeinden, unterstützen mit der Aktion ‚NÖ studiert Medizin‘ junge Menschen bei Vorbereitungs- kursen und Medizin-Aufnahmetests und stocken die Studienplätze für Humanmedi- zin an der Karl Landsteiner Privatuniversität auf“, sagt LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf. Und der neue für den NÖ Gesundheits- und Sozialfonds zuständige Lan- desrat Martin Eichtinger ergänzt: „Mit Einstiegs-Prämien von bis zu 50.000 Euro für die Modernisierung der Ordination möchten wir Ärzte motivieren, eine Kassenstelle im Rahmen der Initiative Landarzt NÖ zu übernehmen. Zudem soll eine moderne Lehrpraxis-Ausbildung zukünftig helfen, Jungärzte für das Berufsbild des Hausarztes zu gewinnen.“

Dr. Syrus Nikou in Gresten hat seine Ordination durch die Ärztin und den Arzt aus NÖ Kliniken an fünf Tagen die Woche besetzt.

Fotografieren verboten!

Durch Handykameras ist es einfach geworden, rasch und überall zu fotografieren. Meist werden diese Bilder dann in sozialen Medien gepostet. Dem Missbrauch – also der Verlet- zung der Persönlichkeitsrechte – ist damit massiv Tür und Tor geöffnet. Das Thema betrifft viele Organisationen wie auch die Rettungsdienste bei ihren Einsätzen. Um Rettungskräfte und Unfallopfer vor Handykameras abzuschirmen, testet man jetzt mobile Faltwände, weiß LH-Stellvertreter Stephan Pern- kopf: „Dieses Phänomen betrifft nicht nur die Blaulichtorgani- sationen, sondern auch die Spitäler. In den letzten Monaten gab es bei der NÖ Landeskliniken-Holding zunehmend Be- schwerden von Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern, Patientinnen und Patienten, dass sie im Klinikum ohne Einverständnis fo- tografiert oder gefilmt wurden.“ Die Spannbreite der Be- schwerden reicht vom Filmen der medizinischen und pflegeri- schen Versorgung inklusive des behandelnden Personals bis zum ungenierten Fotografieren anderer Personen.

Ein Klinikum ist ein sensibler Ort und unterliegt besonderen rechtlichen Bestimmungen. Für die NÖ Landeskliniken-Hol- ding sind das Recht auf Privatsphäre der Patientinnen und Patienten sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der respektvolle Umgang miteinander sehr wichtig. Dies betrifft auch das Fotografieren und Filmen. Deshalb erinnert die NÖ Landeskliniken-Holding nun durch Plakate in allen Kliniken auf das in der Hausordnung fixierte Fotografier-Verbot.

Informationen: www.lknoe.at

Klinikum für die ganze Familie

Der Countdown läuft – das neue Landesklinikum Mödling öffnet seine Türen.

Die finale Phase rund um den Klinikneubau Mödling ist voll im Laufen, die Vorbereitungsarbeiten neigen sich dem Ende zu. Anfang Juni werden die ersten Patientinnen und Patien- ten im Neubau versorgt. Das bedeutet noch jede Menge Ar- beit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Übersied- lungsteams. Im neuen Pavillon B beispielsweise bekommt ei- ner der Meilensteine des Neubaus – das hochmoderne El- tern-Kind-Zentrum – den letzten Schliff. Behandlungs- und Untersuchungsräume werden nun fertig eingerichtet und der Kreißsaal ist schon bereit für den ersten Nachwuchs. Die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren – es werden etwa umfangreiche Tests im Bereich der Haus- und Betriebs- technik sowie der Medizintechnik durchgeführt. Im Rahmen eines medizinischen Probebetriebes werden die neuen Ab- läufe trainiert sowie medizinische und pflegerische Abläufe durchgespielt.

Mit den neuen Pavillons öffnet sich ein neues Kapitel in der Gesundheitsversorgung der niederösterreichischen Bevölke- rung. Wissenschaftlich und technisch höchste Kriterien wur- den in Mödling umgesetzt, um eine medizinische und pflege- rische Versorgung auf höchstem Niveau zu gewährleisten. Im neuen Pavillon B (Ecke Payergasse/Sr. M. Restituta-Gasse) ist ein hochmodernes Eltern-Kind-Zentrum angesiedelt. Ne- ben diversen Untersuchungs- und Behandlungsräumen ist hier die Geburtshilfe (Kreißsaal und Wochenbettstation) im ersten Obergeschoß sowie die Kinder- und Jugendheilkunde inklusive Neonatologie im zweiten und dritten Obergeschoß. Im Erdgeschoß des neuen Pavillon C (Ecke Gabrielerstra- ße/Ferdinand-Buchberger-Gasse) sind die Physiotherapie so- wie diverse Serviceeinrichtungen untergebracht, im ersten Stock folgen der Intensivbereich sowie im zweiten Oberge- schoß die Endoskopie, die Direktion und weitere Büroräum- lichkeiten. Im dritten Stock des Pavillon C ist die neue Abtei- lung für Neurologie. Aus dem vor 135 Jahren erstmals eröff- neten Krankenhaus wird nun ein Landesklinikum auf einer Fläche von mehr als sieben Fußballfeldern, mit fast 340 Bet- ten, untergebracht in 19 Meter hohen Pavillons.

Überzeugen Sie sich selbst: Die Klinikleitung lädt am 16. Mai 2018 (13:00–16:00 Uhr) zum Tag der offenen Tür ein. Und nachdem Mödling ein Klinikum für die ganze Familie ist, hofft man natürlich, dass Sie mit Ihrer Familie vorbeischauen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen sich schon darauf, „den Großen“ das neue Haus zu zeigen. Auf die Kleinen war- tet Leo-Hase mit vielen spannenden und lustigen Attraktio- nen.