BLUTSPENDEN

Foto: herbst, istockphoto/ Sean Pavone Photo

Setzen auf junge Menschen als Blutspenderinnen und -spender: (v.l.) Franz Resperger (Sprecher des NÖ Feuerwehr-Kommandos), General Josef Schmoll (Präsident des Roten Kreuz NÖ) und LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf mit Blutspenderin Julia Hofinger

Mit Herzblut Leben retten

Blut ist ein lebenswichtiges Medikament. Damit auch im Sommer genug Blut-Reserven in den NÖ Kliniken bereitstehen, ruft die Kampagne Lifesaver zum Blutspenden auf.

„Echte Helden bluten. Spende Blut. Rette Leben.“ lautet das Motto der Blutspende-Aktion Lifesaver. Damit auch im Sommer genug Blutre- serven bereitstehen, rufen auf Initiative von LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf die NÖ Landeskliniken-Holding und das Rote Kreuz Nieder- österreich heuer wieder zum gemeinsamen Blutspenden auf. Die Blutspende-Aktion Lifesaver findet dabei noch bis 13. Juli in allen Bezir- ken Niederösterreichs statt. Natürlich kann und soll man aber das ganze Jahr über Blut spenden.


Superheldinnen-Team

Blutspenden rettet Leben. Bis heute zählt Blut zu den wichtigsten Medikamenten und kann bis dato nicht künstlich erzeugt werden. Dem Initiator der Aktion, LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf, liegt das Thema sehr am Herzen, und er ist froh über alle Spenderinnen und Spender, freut sich aber besonders über Erstspender zwischen 18 und 30 Jahren: „Unsere jungen Niederösterreicherinnen und Niederös- terreicher zeigen immer Einsatz, Willen und Herz und leisten verlässlich ihren Beitrag – das ist unser ganz reales junges Superhelden- team!“ Unser Land könne sich glücklich schätzen, dass hier gegenseitige Unterstützung und Hilfe großgeschrieben wird.


Jeder kann Blut brauchen

Alle 90 Sekunden wird in Österreich eine Blutkonserve benötigt. Das entspricht bis zu 350.000 Konserven pro Jahr. „Jeder kann in die Si- tuation kommen, auf eine Bluttransfusion angewiesen zu sein“, sagt der Präsident des Roten Kreuz NÖ, Josef Schmoll. Denn Blut ist nicht nur bei schweren Unfällen, sondern auch bei einer Reihe schwerwiegender Erkrankungen unersetzbarer Teil der Therapie. Schmoll wünscht sich mehr Menschen, die Blut spenden: „Nur 3,6 Prozent der spendefähigen niederösterreichischen Bevölkerung spenden Blut. Damit auch in Zukunft für alle im Bedarfsfall das passende Blutprodukt verfügbar ist, appellieren wir insbesondere auch an die jüngeren Generationen, ihre ‚Superkräfte‘ zu entdecken.“ Und Schmoll, der fast sein ganzes Leben lang schon ehrenamtlich engagiert ist, ruft auf: „Macht das gute Gefühl, ein Lebensretter zu sein, zu einem Teil eures Lebens – im Kampagnen-Zeitraum und darüber hinaus.“


Durch nichts ersetzbar

Der Sprecher des NÖ Landesfeuerwehrkommandos, Franz Resperger ergänzt: „Wir kommen pro Jahr zu 10.000 Unfällen. Die Rettungsket- te ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Es nützt gar nichts, wenn die Feuerwehr rasch mit modernsten Bergegeräten schwer verun- fallte Personen aus Autowracks schneidet, die Opfer nach der Stabilisierung durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus geflogen wer- den und dann die Chirurgen nicht operieren können, weil zu wenig Blutkonserven bereitstehen. Jeder von uns kann der nächste sein, der rettendes Blut brauchen.“



Blutspenden leicht gemacht

Noch bis 13. Juli 2018 können die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher ganz bequem – und in nur wenigen Minuten – ihren wertvollen, freiwilligen Beitrag leisten Bei einem der 120 Blutspende-Termine an rund 85 Standorten, die in allen Bezirken Niederösterreichs stattfinden. Weitere Informationen zu den Terminen finden Sie auf der Website www.lifesaver-noe.at.

Vom Spender zum Patienten


Blut ist der Saft des Lebens. Es ist nach wie vor nicht künstlich herstellbar. Pro Jahr sammelt das Universitätsklinikum St. Pölten bei 250 internen und externen Blut- spende-Aktionen knapp 14.000 Blutkonserven, das Landesklinikum Mistelbach- Gänserndorf bei 150 Blutspende-Aktionen rund 11.000 Blutkonserven. Das sind ins- gesamt 25.000 Konserven. In ganz Österreich sind es 400.000. In der Blutbank in St. Pölten wird das Blut zu wertvollen Produkten weiterverarbeitet und rettet täglich Menschenleben. Der Transport von Blutprodukten in die Blutdepots der NÖ Landes- und Universitätskliniken läuft nach fixen Mustern ab.

Blutspenden ist sowohl in den Blutbanken als auch bei mobilen Aktionen möglich. Mit Gemeinden, Organisationen, Firmen oder auch Privatpersonen werden Termine koordiniert. Am Ende der Blutspende werden die Blutkonserven in den Präparati- onsraum und die Teströhrchen in die Labors beider Blutspende-Einrichtungen ge- bracht. Im Präparationsraum wird das Vollblut filtriert (von weißen Blutkörperchen befreit), anschließend zentrifugiert und in zwei Präparate abgepresst: in Plasma- und Erythrozyten-Konserven. Das Plasma wird schockgefroren und bei –30 Grad gelagert. Das Erythrozyten-Konzentrat (rote Blutkörperchen) kann bei Kühlschrank- temperatur 42 Tage aufbewahrt werden.

Im Labor wird jede Spende untersucht, beispielsweise auf HIV, Hepatitis und Syphi- lis. Für die Verträglichkeitsprüfung wird das Erythrozyten-Konzentrat (rote Blutkör- perchen) aus dem Lager entnommen und mit den Eigenschaften des Empfängers verglichen. Das Blut des Patienten wird zentrifugiert, die Blutgruppe bestimmt und eine Kreuzprobe durchgeführt. Dabei wird festgestellt, ob sich das Spenderblut mit jenem des Empfängers verträgt.

Informationen zu allen Spende-Terminen und Spende-Zeiten in den Blutbanken des Universitätsklinikums St. Pölten und des Landesklinikums Mistelbach-Gänserndorf: www.blutbank.at

Blut spenden & gewinnen


Ganz unter dem Motto „Superhelden“ steht das Gewinn- spiel: Drei Blutspender können für sich und eine Begleit- person eine Reise in die Film-Hauptstadt Los Angeles ge- winnen: eine Woche Aufenthalt in der Stadt der Helden in- klusive Besuch der weltberühmten Universal Filmstudios.

-Zu gewinnen gibt es außerdem 5 x Outdoor-Erste Hilfe-Trainings beim Roten Kreuz für jeweils fünf Personen.

-Ebenso 5 x Actiontrainings für drei Personen bei der Feuerwehrschule in Tulln.

-Und natürlich gibt es für alle Blutspenderinnen und Blutspender einen coolen Sofortgewinn: eine kleine Kühltasche.

erschienen in GESUND & LEBEN IN NIEDERÖSTERREICH 07+08/2018