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Die „Bewegte Klasse“Die „Bewegte Klasse“ für die Volksschule, Hauptschule und AHS-Unter- stufe ist gleichzeitig Bewegungsprogramm für Kinder und Fortbildung für Lehrer vor Ort durch ein Expertenteam. Kinder einer „Bewegten Klassen“ lernen aktiver und mit allen Sinnen. Unterricht bedeutet Spaß und Abwechslung und fördert die sozialen Kompetenzen durch Kommunikation innerhalb der Gruppe. Beim Aktiven Lernen spielt auch die Erlebnispädagogik eine große Rolle. Fantasie und die Macht der inneren Bilder stehen im Mittelpunkt der Bewegungseinheiten. Es gibt mehr als nur eine richtige Lösung, Teamarbeit ist nötig, Probieren und Fehlermachen sind dabei genauso wichtig wie die individuellen Strategien, die tatsächlich zum Ziel führen. Die Anmeldung zur „Bewegten Klasse“ erfolgt immer am Ende des Schuljahres für das kommende Schuljahr. Informationen: Informationen: | ![]() Gesund leben in der SchuleBereits 11.000 Schüler in NÖ nehmen am neuen Programm zur Gesundheitsförderung teil. Gesund leben – das muss jeder Mensch auf seine Weise lernen und üben. Vorbilder und Vorlieben sind dabei ebenso maßgeblich wie die vielen kleinen Gewohnheiten und Impulse, die wir im Alltag setzen. Kinder und Jugendliche übernehmen im Bereich Lebensstil viele Gewohnheiten aus dem eigenen Elternhaus – vom Speiseplan bis zum Bewegungsverhalten. Wissenschaftliche Studien belegen, dass neben der Familie auch die Schule eine wichtige Rolle dabei spielt, wie der Nachwuchs mit seiner Gesundheit umgeht. Piratenschatz im SäureseeWie funktioniert die „Bewegte Klasse“? Da gibt es dann zum Beispiel das Thema Piraten und eine wilde Geschichte: Alle Piraten sollen gemeinsam einen Schatz aus einem Säuresee bergen. Eigentlich geht es um Bewegung, um Strategien, wie man Aufgaben gemeinsam löst, um gute Ideen und um die Rollenverteilung in der Gruppe, sagt Experte Mag. Ulrich Pammer: „Der See, der nicht berührt werden darf (Durchmesser: 4 m), wird mit einem Seil am Boden ausgelegt. Dahinter steht ein Baum (bzw. die Sprossenwand). Mitten im See liegt ein Apfel, der mit der Hand aufgehoben werden soll. Als einziges Hilfsmittel dafür gibt es ein zusätzliches Kletterseil oder ein Tau. Nun beraten die Piraten sich untereinander, wie der Schatz zu heben sei. Mehr als eine TurnstundeDamit ist die „Bewegte Klasse“ viel mehr als das 1x1 auf der Sprossenwand lernen – es geht auch um psychische Gesundheit und soziales Lernen. „So ist es auch in den ,Gesunden Schulen‘”, sagt Mag. Markus Mitmannsgruber, Projektleiter in der Agentur für Gesundheitsvorsorge, der die Schulen in Zusammenarbeit mit dem Landesschulrat für NÖ betreut, „denn am erfolgreichsten sind Programme, die die gesamte Schule miteinbeziehen.“ Wie in der WHS Berndorf: Gemeinsame Projekte und Workshops, Sportwoche, Gesunde Jause, der Lovebus, ein Kräutergarten, ein attraktiver Pausenraum und Aktives Lernen sind nur einige Beispiele, was dort zum Gesundsein beiträgt. Im vorigen Schuljahr starteten zehn Projektschulen, mit September sind 30 neue Schulen dabei. Jede Schule hat eine Steuerungsgruppe, die vorzugsweise aus Direktion, Lehrern, Schularzt, Schulpsychologe und Elternvertretern bestehen sollte. Ein Experte des Gesundheitsforum NÖ berät und hilft beim Planen und Umsetzen. Auch die Schüler werden in die Entscheidungsprozesse einbezogen. Für die Schulen selbst bringt das Programm jede Menge Vorteile, wie neue Impulse zur Gesundheitsförderung, Imagewerbung und zusätzliche Unterrichtsmodule in den Bereichen Ernährung, Bewegung, psychosoziale Gesundheit, Gesundheitsvorsorge, schulische Umwelt und Ökologie. Schulen brauchen GesundheitsförderungÜber 4.000 Schüler und Lehrer in den Pilotschulen wurden gefragt, wie ihnen das Programm „Gesunde Schule“ gefällt und was es bringt. Das Resümee:
Eine gute Bilanz für den Start. Und hervorragende Aussichten für die insgesamt 40 „Gesunden Schulen“ in Niederösterreich.
Text: Riki Ritter-Börner, Herbert Wojta „Gesundheit ist das Wichtigste“Im Gespräch mit GESUND+LEBEN erklärt LR Wolfgang Sobotka, warum Investitionen bei den Kindern und Jugendlichen sich besonders lohnen. G+L: Nach der „Bewegten Klasse“ jetzt die „Gesunde Schule“ – warum? G+L: Reicht die Erziehung der Eltern nicht aus? Viele Jugendliche konsumieren reichlich Fast Food, obwohl ihre Eltern das wesentlich seltener am Speiseplan haben. Und daraus folgen viele gesundheitliche Probleme. Deshalb brauchen wir eine konsequente Linie in der Gesundheitsvorsorge, zu der auch die Schulen gehören. G+L: In vielen Schulen wird verantwortungsbewusst und gesundheitsfördernd gearbeitet. Reicht das nicht aus? G+L: Das bedeutet, die Schulen müssen sich auf Dauer verändern? |
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