Menschlicher werden im ganzen Land
Liebe Leserinnen und Leser!
Wir sind in der glücklichen Situation, immer älter zu werden. Jedes zweite Kind, das heute geboren wird, hat eine Lebenserwartung von 100 Jahren. Das klingt wunderbar. Aber es heißt auch, dass wir uns als Gesellschaft daran orientieren müssen.Neu orientieren im Sinne von „was hält uns als Gesellschaft zusammen“. Denn mit dem Mehr an Jahren brauchen die Menschen auch mehr an Zuwendung, an Miteinander. Deshalb wird die Dorf- und Stadterneuerung einen zusätzlichen Schritt machen – den in Richtung soziale Dorferneuerung. Die Dorferneuerung ist im ganzen Land gut verankert, deshalb liegt es nahe, diese Infrastruktur zu nutzen und zu erweitern. Wir haben 700 Dorferneuerungsvereine mit 250.000 Freiwilligen – ein enormes Potenzial. Doch auch unsere Ziele sind riesig, zum Wohle aller Menschen in unserem Land. Denn um das große Ziel zu erreichen, soziale Modellregion in Europa zu werden, brauchen wir Menschen, die sich ehrenamtlich beteiligen, die für ihre Mitmenschen da sind. Damit den guten Ideen und Wünschen konkrete Taten folgen, brauchen wir eine Struktur: In jeder Gemeinde einen Dorferneuerungsverein mit sozialem Schwerpunkt, 50.000 zusätzliche Ehrenamtliche und in jeder Gemeinde, die das möchte, einen sozialen Koordinator.Das Land NÖ stellt dafür verschiedene Werkzeuge bereit, von Schulungen bis zu einer Datenbank, von Unterstützungen bis zu den politischen Rahmenbedingungen.Jetzt liegt es an uns allen, unsere Gemeinden zu beleben, sozial wirksame Projekte aufzubauen, unsere Gemeinde optimal zu entwickeln und auf die Zukunft vorzubereiten. Wir haben es in der Hand, unseren Kindern ein soziales Miteinander in den Dörfern und Städten vorzubereiten und vorzuleben. Dann können sie 100 werden, und werden in einem lebenswerten sozialen Umfeld leben.
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll