Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka

Näher am Patienten

Liebe Leserinnen und Leser!
Gut ist die medizinische Versorgung, wenn sie sich an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten orientiert. Und nicht an denen der Krankenhäuser, Abteilungen, einzelner Ärzte, an den Abläufen in den Häusern, der Verfügbarkeit von Krankenwägen und den Wünschen der Krankenversicherungen. Im Mittelpunkt steht der Mensch. Punkt.
Natürlich gibt es Sachzwänge, Engpässe und Notwendigkeiten und jahrzehntealte Gewohnheiten. Was mir am Herzen liegt, ist, dass es keine Brüche mehr gibt in der Versorgung zwischen Niedergelassener Ärzteschaft, Therapeuten und Sozialen Diensten und den Kliniken. Und daran arbeiten viele engagierte Menschen in unserem Gesundheitssystem.
Wir können erste Erfolge vorweisen. Es sind kleine Schritte, die aber für die einzelnen Betroffenen sehr viel bedeuten – viel an Lebensqualität und Menschlichkeit. Da ist zum Beispiel die neu eröffnete Palliativ-Station im Landesklinikum Krems: Die Expertinnen und Experten dieser Station versorgen nicht nur die schwerkranken Menschen, die direkt bei ihnen untergebracht sind. Sie kümmern sich auch um Patienten auf anderen Stationen, denen sie helfen, den Alltag mit der Krankheit so gut wie möglich zu meistern. Und sie beraten und unterstützen auch jene, die die nächsten Wochen wieder zu Hause verbringen. Und diese Leistungen werden auch bezahlt. Das ist neu, denn bisher galt, dass Klinik-Personal nur für die Arbeit in der Klinik bezahlt wird. Was genau diese extramuralen Leistungen bedeuten, kann nur der ermessen, der selbst erlebt hat, wie wichtig es für kranke Menschen und ihre Familien ist, mit der nötigen Unterstützung in den eigenen vier Wänden, in vertrauter Umgebung sein zu dürfen. Diesen Weg der umsichtigen Betreuung über Klinikmauern hinweg gehen wir weiter, Schritt für Schritt. Ein anderes Beispiel dafür finden Sie hier.

Alles Gute wünscht Ihnen

 

Ihr
Wolfgang Sobotka


Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll

Mit dem Rad zum Bäcker

Liebe Leserinnen und Leser!
Ein Viertel aller Autofahrten in unserem Land ist weniger als 2,5 km lang, und gar die Hälfte aller Fahrten geht über weniger als fünf Kilometer. Distanzen, die mit dem Fahrrad im Nu zurückgelegt werden können. Im Ort ist das Radl oft schneller als das Auto. Langwieriges Parkplatzsuchen fällt weg und radeln im Alltag ist sauber und leise. Stellen Sie sich vor, was das an Treibstoff spart. Stellen Sie sich auch vor, wie damit die Umwelt geschützt werden kann. Stellen Sie sich aber auch einmal vor, was das für die Gesundheit bringt. Denn Bewegung ist neben der richtigen Ernährung die beste Vorsorge gegen Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und alle gefährlichen Folgeerscheinungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall.

Unsere eben angelaufene „Initiative Alltagsradln“ fällt in Niederösterreich auf guten Boden: Schon jetzt fährt jeder Bewohner mit dem Rad durchschnittlich 184 Kilometer pro Jahr. Damit liegt unser Bundesland in der Österreichwertung an 3. Stelle hinter Vorarlberg und Tirol. Der Anteil der Radfahrer am Gesamt-Verkehrsaufkommen beträgt sieben Prozent. Unser Ziel: Wir wollen den Rad-Anteil am Verkehrsaufkommen auf 14 Prozent verdoppeln. Niederösterreich soll das Rad-Land Nummer 1 in Österreich werden! Dazu werden wir die Infrastruktur für Radler verbessern, zum Beispiel mit neuen Abstell-Anlagen und mit Servicestationen. Und wir prämieren die „Radlerfreundlichste Gemeinde“, indem wir Projekte, die den Radverkehr fördern, belohnen.

Das Wichtigste dabei aber ist: Jede und jeder kann selbst einen Beitrag dazu leisten. Also, steigen Sie öfter aufs Rad und sparen Sie so Geld, schonen Sie so die Umwelt und tun Sie sich so selbst etwas Gutes. Wer es sich einmal angewöhnt hat, wird immer öfter die vielen kleinen Wege des Alltags mit dem Rad bewältigen. Probieren Sie es aus!
Viel Spaß dabei wünscht Ihnen

 

Ihr
Erwin Pröll