NÖ Frauentelefon: Hilfe unter 0800 800 810

Jede fünfte Frau ist von Gewalt betroffen. Deshalb gibt es jetzt seit gut einem Jahr das NÖ Frauentelefon, eine kostenlose und vertrauliche Beratungs-Hotline für Frauen. Bereits im ersten Jahr leisteten die Experten der Hotline 1.500 Beratungen zu sozialen, psychologischen und rechtlichen Fragen. Mag. Barbara Wegscheider vom NÖ Hilfswerk, Leiterin des NÖ Frauentelefons: „Unsere erfahrenen Psychologinnen und Sozialarbeiterinnen helfen unbürokratisch und vertraulich bei Depressionen, Scheidungsfragen, Partnerschaftskonflikten und vielem mehr.“

Das NÖ Frauentelefon – unterstützt vom NÖ Frauenreferat sowie dem BM für Gesundheit und Frauen und dem BM für Inneres – ist von Montag bis Freitag von 8–17 Uhr kostenlos unter der Nummer 0800 800 810 erreichbar. Eine tiefergehende Beratung kann auf Wunsch – ebenfalls kostenlos – in der Frauenberatungsstelle des Hilfswerks in St. Pölten erfolgen.

Jeden ersten Dienstag im Monat, von 10–11 Uhr, haben die Anruferinnen die Gelegenheit, von der renommierten Psychotherapeutin und Autorin Prof. Dr. Rotraud A. Perner persönlich beraten zu werden.

Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka, ÖBIG-Chefin Dr. Michaela Moritz und Primar Dr. Albert Reiter

Organspenden retten Leben

NÖ hat nun einen eigenen Referenten für das Thema Organtransplantation: Primar Dr. Albert Reiter, Leiter der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Landesklinikum Mostviertel Amstetten, übernimmt diese Funktion in Kooperation mit der Gesundheit Österreich GmbH/Geschäftsbereich ÖBIG und mit Unterstützung der niederösterreichischen Landeskliniken-Holding. Der 56-Jährige leitet in Amstetten auch den Notarztdienst und das Blutdepot. Seine Aufgabe als Transplantations-Referent ist die Motivation der Kliniken, eventuelle Organspender zu melden. Dadurch kann mehr Menschen, die dringend ein Spenderorgan brauchen, geholfen werden. Mehr dazu in der nächsten Ausgabe.

Hilfe für Kinder

Wenn Kinder psychische Probleme haben, mussten sie bisher zur Behandlung durch Psychiater in eine Klinik. Seit Februar ist das anders: Erstmals stehen in Niederösterreich – und damit österreichweit – zwei niedergelassene spezielle Fachärztinnen für Kinder- und Jugendpsychiatrie zur Verfügung. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Behandlung – auch das ist ein Novum. Die beiden ersten Fachärztinnen mit Kassenvertrag sind Dr. Charlotte Hartl und Dr. Sabine Fiala-Preinsperger, beide im Süden von Wien.

Aber auch im stationären Bereich gibt es neue Angebote: Neben der Kinder- und Jugendpsychiatrie in der Hinterbrühl und in Mauer wird ab Herbst eine neue Abteilung in Tulln eröffnet - unter Leitung des Kinderpsychiaters und Krimiautors Dr. Paulus Hochgatterer.

Hatten sich bisher Kinderärzte oder Psychiater zusätzlich für Kinder- und Jugendpsychiatrie qualifiziert, so gibt es mittlerweile auch eine spezielle Ausbildung für diese Fachärzte.

HAS mit Pflege-Abschluss

Schulversuch in Waidhofen/Ybbs. Wer einen Pflegeberuf lernen möchte, muss irgendwie die Lücke zwischen der Pflichtschule und seinem 17. Lebensjahr schließen – unnötige Zeitverschwendung und für viele ein „verlorenes“ Jahr. Deshalb startet die Handelsschule in Waidhofen/Ybbs heuer den Schulversuch „Business & Care“, der bereits 14-Jährigen ermöglicht, sowohl eine kaufmännische als auch eine pflegerische Ausbildung zu bekommen, und das in drei Jahren; im Anschluss ist die HAK-Matura samt Pflege-Diplom möglich.

Informationen: Tel: 07442/52142
www.hakwaidhofen-ybbs.ac.at