MUSKELN

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Schnelle Hilfe

Winterzeit ist Sportzeit. Wenn es beim Skifahren oder Snowboarden zu einer Prellung, Zerrung oder Verstauchung kommt, ist

rasche Hilfe gefragt.

Für Wintersportfans geht es bald wieder ab auf die Piste: Zauberberg, Hochkar und Co nehmen Anfang Dezember den Skibetrieb auf. Um die Freuden des Wintersports uneingeschränkt genießen zu können und die Verletzungsgefahr zu verringern, braucht es aber eine angemessene Vorbereitung: Sechs bis acht Wochen vor der Wintersaison sollte man mit einem Skigymnastik-Training (sie- he Kasten) beginnen. So wird das Risiko für Verletzungen und Muskelkater verringert und Sie fühlen sich durch die Vorbereitung si- cherer auf der Piste. Selbst im Falle eines Sturzes steckt ein trainierter Körper den Aufprall besser weg als ein untrainierter.


Zerrung, Prellung, Verstauchung

„Die häufigsten Verletzungen beim Skifahren und Snowboarden betreffen das Handgelenk, den Schienbeinkopf, das Schienbein und die Kniegelenke“, erklärt Ass. Dr. Marcus Taschner von der

unfallchirurgischen Ambulanz des Landesklinikums Wiener Neustadt. Sehr oft komme es in

diesen Regionen zu Zerrungen, Prellungen und Verstauchungen. Doch wo liegt der Unterschied?

nEine Zerrung entsteht, wenn man einzelne Muskelpartien und Bänder überdehnt. Man kann das Gelenk zwar noch belasten, die be- troffene Stelle schwillt aber stark an. Nach einer Erholungspause klingt der Schmerz ab, taucht aber bei erneuter Belastung wieder auf.

nÜberdehnt oder überstreckt man Gelenkbänder, kann es zu einer Verstauchung kommen. Manchmal genügt ein Umknicken, um Gelenkbänder schmerzhaft zu überdehnen.

nEine Prellung holt man sich meist durch einen Sturz oder Schlag. Geplatzte Blutgefäße oder eingerissene Muskelfasern lösen Ent- zündungen im Gewebe aus, eine Schwellung und ein Bluterguss folgen.


Pech gehabt?

Bei allen drei Verletzungen gilt: Die Akutbehandlung folgt den Prinzipien der PECH-Regel. Diese steht für Pause, Eis, Compression und Hochlagern: Sportliche Aktivitäten sollten Sie sofort stoppen, um die betroffenen Gelenke ruhig zu stellen. Durch das Kühlen mit einem Eisbeutel oder einer kalten Gelkompresse ziehen sich die Blutgefäße zusammen, weniger Flüssigkeit tritt ins Gewebe ein und die Schwellung bleibt gering. Außerdem hemmt Kühlen die Entzündungs-reaktion, Blutergüsse bleiben örtlich begrenzt und die Schmerzen werden gelindert. Aber Achtung: Kühlen Sie immer nur zehn Minuten am Stück, denn sonst kann es zu einer reflektori- schen Weitung der Gefäße, also zu einer Mehrdurchblutung, kommen. Eine weitere sehr nützliche Methode sind Kompressionsver- bände. Sie sind elastisch und stabilisieren das Gelenk. Auch das Hochlagern ist wichtig, damit eine Einblutung in das Gewebe und eine Schwellung verhindert werden können. Dazu helfen Sprays oder Salben aus der Apotheke. Sie können zur lokalen Behandlung von Schmerzen und Schwellungen angewendet werden und wirken entzündungshemmend und schmerzstillend.


Pausen machen

„Die meisten Unfälle und Verletzungen auf der Skipiste passieren am Nachmittag“, sagt

Taschner. „Umso wichtiger ist es, in den Körper hineinzuhorchen und Pausen einzulegen, wenn man müde ist. Bei einem Skiurlaub

sollte man außerdem nach zwei Tagen einen Regenerationstag einlegen.“ Abends tragen eine heiße Du- sche oder ein Aufenthalt im Whirlpool zur Regeneration bei. Auch Saunagänge können dabei helfen, die Muskeln zu lockern, hier sollte man jedoch unbedingt darauf achten, dass man genug Flüssigkeit zu sich genommen hat.


Michaela Neubauer

erschienen in GESUND & LEBEN 12/2019