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Sonnensegel können auf der Terrasse ein wichtiger Schattenspender sein.

Endlich Sonne - aber richtig!

Bald beginnt wieder die heißeste Zeit des Jahres, in der wir der Sonne gnadenlos ausgesetzt sind. Zuhause lassen sich aber einige Vorkehrungen treffen, um die Haut vor der UV-Strahlung zu schützen.

Die Sonne ist ein wichtiges Lebenselixier für den Menschen: Ihre Strahlen wirken sich positiv auf das Gemüt aus, denn wenn das Sonnenlicht auf die Haut trifft, werden Glückshormone ausgeschüttet. Außerdem wird der Körper durch die UV-B-Strahlung dazu angeregt, Vitamin D zu produzieren. Das Sonnenvitamin, das genau genommen ein körpereigenes Hormon ist, stärkt das Immunsystem, schützt vor Infektionen und wirkt sich positiv auf die Kräftigung der Knochen und Muskeln aus. Doch obwohl die Sonne der Haut guttut, kann sie auch schnell gefährlich

werden.


Voraussicht beim Hausbau

Längst ist bekannt, dass direkte und langanhaltende Sonneneinstrahlung, etwa beim Sonnenbaden im eigenen Garten oder am Strand, zu vorzeitiger Hautalterung in Form von Falten und sogar zur Entstehung von Hautkrebs führen kann. Sonnencremes enthalten zwar Filtersubstanzen, die die UV-Strahlen von der Haut fernhalten und dürfen daher beim Sonnenbaden oder bei der Gartenarbeit auf keinen Fall fehlen, sie bieten aber keinen 100-prozentigen Schutz. Die menschlichen Zellen sind äußert merkfä- hig und speichern jede Veränderung durch Sonneneinstrahlung wie sie bei einem Sonnenbrand in Form von geröteter Haut oder Hautbläschen auftreten. Die effektivsten Schutzmaßnahmen vor einem Sonnenbrand und Hautkrebs lassen sich zwar nicht einfach aus der Tube drücken, sind aber genauso simpel: Kleidung und Schatten. Viele Menschen genießen die Sonnenstun- den gerne zuhause im eigenen Garten oder am Balkon. Deswegen ist jetzt im Frühjahr auch der ideale Zeitpunkt, um sich zu überlegen, wie und wo Sonnenschutz im Eigenheim notwendig ist, um für den Sommer gerüstet zu sein. Bei der Hausplanung sollten vor allem fixe Gebäudeteile als Schattenspender mitbedacht werden. Es muss nicht immer eine architektonisch ausge- klügelte Konstruktion sein: Ein Balkon, der den unteren Etagen je nach Sonnenstand mehr oder weniger viel Schatten spendet, ist einfach und effektiv. Auch für größere Fensterfronten, die nach Osten oder Westen ausgerichtet sind, sind bauliche Sonnen- schutzmaßnahmen vorteilhaft.


Schattenspender

Ist das Haus erst einmal fertig gebaut, lassen sich nachträglich noch einige Maßnahmen zum Schutz vor den kräftigen Sonnen- strahlen setzen. So können Sonnensegel auf der Terrasse ein wichtiger Schattenspender sein. Wer einen eigenen Garten hat, kann mit einer einfachen und nachhaltigen Lösung für Schatten sorgen, nämlich mit dem Pflanzen eines Schattenbaumes. Wer dafür ein Laubgehölz verwendet, hat den Vorteil, dass der Baum nur im Sommer seinen Schatten auf die Hausterrasse wirft, im Winter aber das Licht hindurchlässt, weil er dann unbelaubt ist. Am und im Wohnraum selbst lässt sich auch einiges machen. Doch Vorsicht: Vorhänge in Innenräumen sind ein reiner Blend-, aber kein tatsächlicher

Sonnenschutz.


Jalousien & Rollläden

Besser geeignet sind Jalousien oder Rollläden, die außen angebracht werden. Sie sind langlebig und trotzen nicht nur der Son- ne, sondern auch beinahe jedem anderen Wetter. Einige Systeme lassen sich so programmieren, dass sie zu einer festgelegten Zeit hinauf- bzw. hinunterfahren. Der Zeitpunkt dafür ist entscheidend, denn Rollläden und Jalousien halten die Sonnenstrahlen noch vor den Fenstern ab, sodass der Innenraum gar nicht erst aufgeheizt wird. Daher ein Tipp für die Sommermonate: nach dem Aufstehen in der Früh rasch durchlüften, am besten am früheren Morgen, wenn die Luft noch halbwegs frisch und kühl ist. Danach sollten die Fenster tagsüber geschlossen und die Rollläden oder Jalousien heruntergefahren bleiben. Damit können Sie die Hitze im wahrsten Sinne des Wortes vor die Tür setzen. Wenn Sie das kühle Zuhause verlassen, ist es ratsam, heikle Körper- stellen wie etwa den Kopf oder die Schultern zu bedecken. Die Sonne zu meiden wäre zwar auch eine Möglichkeit, aber die schönen Sonnenstunden nach einem langen Winter nicht zu nutzen wäre unsinnig. Denn Sonne spendet Lebensenergie und tut Körper und Geist gut.


Theresa Adelmann

erschienen in GESUND & LEBEN 03/2020