SENIOREN

foto: Seniorenresidenz Bad Vöslau

Neue vier Wände

Wer nicht mehr alleine zu Hause wohnen kann oder will, ist in einer speziellen Senioren- einrichtung bestens aufgehoben.

Man weiß es: Die meisten Menschen wünschen sich, in ihren eigenen vier Wänden alt zu werden. Man liebt die altgewohnte Umgebung, kennt sich perfekt im nahen und weiteren Umfeld des Eigenheims aus, hat vielleicht Freunde, die in der Nähe wohnen, oder Nachbarschaftsbeziehungen, die einen an das eigene Haus oder die eigene Wohnung binden. Auch wenn nicht mehr alles ganz selbstständig zu erledigen geht, gibt es in Niederösterreich viele Unterstützungsangebote, die weiterhelfen: „Das beginnt bei den sozialen Alltagsbegleitern, die stundenweise Gesellschafterfunktion leisten und kleine Handgriffe im Haushalt übernehmen und reicht über die stundenweise Hauskrankenpflege bis hin zur 24-Stunden-Betreuung zu Hause, bei der alle zu erledigenden Tätigkeiten rund um die Uhr von Personenbetreuerinnen und Personenbetreuern übernommen werden“, erklärt der Leiter der NÖ Pflege-Hotline, Gerhard Heilig.


Das Eigenheim verlassen...

Der Experte weiß aber auch, dass es immer wieder Lebensumstände gibt, die einen dazu bringen oder zwingen, das Eigenheim zu verlassen. Für viele ältere Menschen ist zum Beispiel klar, dass sie ihren Kindern im Alter nicht zur Last fallen wollen. Nicht wenige sind verwitwet oder oft auch ziemlich

vereinsamt, weil Freunde oder gut bekannte Nachbarn in den letzten Jahren verstorben sind. Wieder andere können sich bezahlte Hilfe für Haus und Garten nicht leisten. Und viele wünschen sich mehr Gesellschaft. Die hat man jedenfalls in einer

speziellen Senioreneinrichtung.


… will gut geplant sein

Doch ein Umzug vom Eigenheim ins betreubare oder betreute Wohnen oder in eine private

Seniorenresidenz will gut durchdacht sein, soll er doch glückhaft verlaufen und einen guten Start in einen neuen Lebensabschnitt darstellen. „Wer sich etwa für betreutes Wohnen, das Wohnen in einer Seniorenresidenz oder das Übersiedeln in ein Pflege- und Betreuungszentrum entscheidet, ist gut beraten, das im Vorfeld so genau wie möglich zu planen“, sagt Gerhard Heilig. Er rät auch zu einer bewussten „Verabschiedung“ vom eigenen Zuhause, in dem man vielleicht Jahrzehnte gelebt hat, zu einer guten Organisation des gesamten Umzugs und zu einer rechtzeitigen Absprache mit der Familie über alle persönlichen Wünsche, was das Wohnen oder etwa die gewünschte Besuchsfrequenz in der neuen Umgebung betrifft.


Probewohnen

„Für manche ist ein Probewohnen, zum Beispiel in Form einer Kurzzeitpflege,  in einer anderen Wohnstätte von großem Vorteil, denn so kann man das zukünftige neue Umfeld und seine Bewohner live kennenlernen und sich frei entscheiden, ob man das will oder nicht“, sagt Gerhard Heilig. Möglich ist das in Niederösterreich sogar in Pflege- und Betreuungszentren, sofern Plätze frei sind, für die Kosten gibt es einen Zuschuss vom Land.

Möglich ist das aber auch in manchen privaten Seniorenresidenzen wie etwa der Seniorenresidenz Bad Vöslau. Dort kann man nach Belieben etwa zwei Wochen in einem der hübsch eingerichteten Hotel- Appartements probewohnen und alle Vorzüge und die Aktivitäten, die das Haus bietet, genießen. Gleichzeitig ist es so auch schon möglich, neue Bekanntschaften zu schließen. „Das kommt durchaus immer wieder vor und erleichtert den Abschied vom alten Zuhause“, sagt auch der Leiter der NÖ Pflege-Hotline.


Organisation des Umzugs

Heilig empfiehlt allen umzugswilligen Pflegebedürftigen aber auch, sich genau zu überlegen, welche Möbelstücke und Gegenstände sie unbedingt mit ins neue Heim nehmen wollen, damit es nachher kein unliebsames Erwachen gibt, weil etwa eine geliebte Pendeluhr oder das Tischchen von der Lieblingstante zurückgeblieben ist. In der Seniorenresidenz Bad Vöslau kann man dafür das Angebot eines Umzugshelfers nutzen. Er kommt ins Haus und bespricht und plant gemeinsam mit den Umzugswilligen, was nach deren Wünschen in Umzugskartons kommt und was nicht. Apropos Umzug: Abmelden, ummelden, eventuell neues Mobiliar anschaffen, … so vieles ist zu tun. In der Seniorenresidenz Bad Vöslau kann man sich dabei bei einem Termin im Bewohnermanagement des Hauses helfen lassen. Dort werden alle wichtigen Punkte gemeinsam durchbesprochen und schriftlich gut strukturiert zusammengefasst. Beim Umzug selbst unterstützen dann gegebenenfalls Residenz-Haustechniker – etwa bei Installationsarbeiten – und Residenz- Umzugshelfer – zum Beispiel beim Auspacken der Kartons. Ein spezielles Service hat das Haus für alle, die nicht mitten im ersten Umzugschaos schlafen wollen: Sie können drei Tage lang kostenlos ein Hotelappartement im Haus beziehen. Und: Sollten Sie Ihr altes Haus oder Ihre Wohnung verkaufen

wollen, können Sie sich von einem Immobilien-Partnerbetrieb dabei unterstützen lassen.


Ein Neuanfang

Ist das alles erledigt, steht einem gelungenen Neuanfang in einer neuen Umgebung nicht mehr viel im Wege, und tatsächlich schätzen viele ältere Menschen auch dann, wenn sie anfangs Zweifel hatten, das Leben in einer Senioreneinrichtung sehr. „In diesen Häusern gibt es alle gemeinsamen Feste im Jahreskreis, man kann seinen Geburtstag oder andere für einen persönlich wichtige Tage gemeinsam mit anderen feiern. Viele ältere Menschen, die zuvor allein zu Hause gelebt haben und für die das nur mehr eingeschränkt möglich war, schätzen gerade das sehr“, sagt Gerhard Heilig, der weiß, dass sich auch im Alter neue Freundschaften schließen lassen. Abgesehen davon bieten Seniorenresidenzen und Pflegeheime oft ein ausgesuchtes Freizeit- und Unterhaltungsprogramm, Services wie etwa den Friseur oder die Fußpflegerin im Haus und vieles mehr. Nicht zuletzt betont der Leiter der NÖ Pflege-Hotline auch den Sicherheitsaspekt in Senioreneinrichtungen. „Ältere Menschen, die allein zu Hause leben, fühlen sich oft nicht sicher, und gerade die Sicherheit einer Senioreneinrichtung wird von vielen, die sich dazu entschlossen haben, so zu wohnen, sehr geschätzt.“ Sie sehen also, das Wohnen in einer Pflege- und Betreuungseinrichtung hat viele Vorteile.


Gabriele Vasak


Informationen:

NÖ Pflegehotline,

Tel.: 02742/9005-9095

erschienen in GESUND & LEBEN IN NIEDERÖSTERREICH 07+08/2019