FotoS:  NÖ Werbung/Andreas Jakwerth, andreas balon

URLAUBSZEIT

Das Refugium Hochstrass bietet Ruhe und Erholung ganz ohne Smartphone und Co.

Kraft tanken kann man bei ausgedehnten Wanderungen durch die Natur.

Urlaub in der Heimat

Schwimmen, wandern, Kultur erleben – Urlauben geht auch zuhause. GESUND & LEBEN zeigt einige der schönsten Plätze des Landes.

Die warmen Juni-Temperaturen sorgen für Fernweh und Urlaubslust. Doch das Coronavirus funkt uns heuer dazwischen: Die Som- merferien können wir nur im eigenen Land oder bei unseren nächsten Nachbarn verbringen. Aber Kopf hoch: Auch Niederösterreich bietet alles, was es für das erholsame Urlaubsflair braucht.


Kühle Erfrischung

Es muss nicht immer Meer sein. Obwohl besonders Salzwasser dem Körper guttut, ist auch Schwimmen im See äußerst gesund. Die gelenkschonende Wassersportart trainiert nicht nur das Herz-Kreislauf-System, sondern auch den Herzmuskel. Der Körper wird leis- tungsfähiger und stabiler, die Beine werden besser durchblutet und die Venen somit gestärkt. In Österreich gibt es mehr als 250 Ba- destellen, die als „EU-Badegewässer“ definiert sind. Ihre

Wasserqualität wird regelmäßig nach europaweit einheitlichen Kriterien überprüft. Einer der im Vorjahr besonders gut bewerteten

Badeseen Niederösterreichs ist der Edlerseeteich im Naturpark Geras. Mit seiner großen Liegewiese und dem eigenen Kinderbe- reich, einem Camping- und Beach-Volleyballplatz sowie einer Minigolf-Anlage eignet er sich ideal für ein Sommerwochenende. Im Waldviertel wartet der Stausee Ottenstein mit einer Segel- und Surfschule, einem Bootsverleih und idyllischen Buchten auf. Auch hier können Gäste campen oder angeln – denn der See ist für sein Fischreichtum bekannt: Hechte, Karpfen, Barsche, Zander, Schleien und Forellen tummeln sich im Wasser. Im Herzen des Mostviertels befindet sich der einzige natürliche See Niederösterreichs – der Lunzer See. Im Seebad können sich Klein und Groß auf der 4.000 Quadratmeter großen Liegewiese, auf dem Sprungturm und beim Tischtennis austoben.


Geh offline!

Homeoffice, Skype-Meetings und Telefonkonferenzen – die Digitalisierung hat in Zeiten von Corona einen neuen Aufschwung erfah- ren. Doch gerade im Urlaub sehnen sich viele Menschen danach, einfach einmal abzuschalten – und zwar auch Handy, Laptop und Co. In Niederösterreich gibt es einige abgelegene Unterkünfte, in denen man ganz ohne Handy-Empfang urlauben kann. So findet man zum Beispiel in einem ehemaligen Schulkloster, dem Refugium Hochstrass, weder Empfang noch einen Fernseher oder ein Tele- fon auf dem Zimmer. Und auch in der Almhütte „Stadleralm“ bei Annaberg können Gäste erholsame Offline-Tage verbringen.


Eins mit der Natur

Die landschaftlichen Besonderheiten

Niederösterreichs reichen von den sanft geschwunge- nen Hügeln des nördlichen Weinviertels über die Moo- re des Waldviertels, die Donau-, March- und Thayaau- en, die Ötschergräben bis hin zum gewundenen Flusstal der Wachau und zu den südlichen Bergland- schaften. Diese Vielfalt lässt sich auf 73 »tut gut«- Wanderwegen mit über 200 unterschiedlichen Routen erkunden. Der bekannteste Pilgerweg ist die Via Sa- cra, die von Hinterbrühl nach Mariazell führt. Auf dem rund 30 km langen Manker Wallfahrerweg wandert man hingegen vom St. Pöltner Dom bis zur Wallfahrts- kirche Maria Mank am grünen Anger. Die Route ver- läuft hauptsächlich auf Feldwegen, passiert eine Reihe von Kapellen und erlaubt an vielen Stellen imposante Ausblicke auf den Ötscher und das Alpenvorland.

Ein weiterer Freizeittipp für Sportlerinnen und Sportler ist der 260 km lange Donauradweg: Auf elf Etappen geht es nordwärts und südwärts der Donau vorbei an zahlreichen Attraktionen. Noch bequemer lassen sich die schönen Plätze mit E-Bikes erforschen. Diese kann man direkt vor Ort ausleihen. Ladestationen stehen in Gemeinden, Herbergen, Gasthäusern und Cafés kostenlos zur Verfügung. Doch egal, für welche Urlaubsvariante man sich letztendlich entscheidet – eines steht fest: Für Ferien braucht es nicht immer das weit entfernte Ausland. Gerade jetzt ist der ideale Zeitpunkt, das eigene Land mit all seinen Facetten neu kennenzulernen.


Michaela Neubauer

erschienen in GESUND & LEBEN 06/2020