Apollonia NÖ

Zahngesund durchs

neue Jahr

Zahnhygiene ist wichtig – schon für die Kleinsten. In Niederösterreich kümmern sich die Zahngesundheitserzieherinnen vom Projekt „Apollonia NÖ“ um gesunde Kinderzähne.

Die Zahngesundheitserzieherinnen vom Projekt „Apollonia NÖ“ besuchen mit ihrem Maskottchen Kroko ganzjährig Kindergär- ten und Schulen, um Kindern auf spielerische Weise alles rund um das Thema Zahngesundheit zu vermitteln. Ziel ist es, das tägliche Zähneputzen zur Routine zu machen und ein positives Zahnbewusstsein zu entwickeln. Die Corona-Krise und der erste Lockdown im März stellten die Zahngesundheitserzieherinnen (ZGE’s) vor eine große Herausforderung, das Projekt „co- ronakonform“ umzusetzen. Im Gespräch mit GESUND & LEBEN erzählen sie, wie das gelungen ist.

ANNELIESE SCHLÖGL, ZGE Weinviertel:

„Zunächst waren wir verunsichert, wie es weitergehen wird, doch dann haben wir uns überlegt, wie wir auch unter Einhaltung der Maßnahmen mit den Kindern arbeiten können. Wir haben un- seren Kindergärten und Schulen personalisierte Briefe geschickt – mit lustigen Reimen rund ums Zähneputzen, die die Pädagoginnen und Pädagogen den Kindern vorlesen konnten, so- lange wir nicht persönlich zu Besuch kommen durften. Die Kinder haben sich riesig gefreut, dass dieses Zeichen von uns gekommen ist.“

Alexandra Wessely, ZGE Waldviertel:

„Die Kinder freuen sich immer, wenn Kroko zu Besuch kommt – aber diesmal ganz besonders. Vor allem deshalb, weil viele andere Schulprojekte aufgrund von Corona nicht stattfinden konn- ten. Uns Zahngesundheitserzieherinnen war es wichtig, die Kinder auch im Lockdown durch Briefe ans Zähneputzen zu erinnern. Denn der Lockdown verändert die gesamte Tagesstruktur und gerade das Zähneputzen ist stark an diese gekoppelt. Ich habe die coronabedingte Pause dafür genutzt, meine Materialien neu zu sortieren und mir Neues für die zukünftigen Stunden zu überlegen. Ich freue mich riesig darauf, wenn es wieder losgeht, denn die Interaktion mit den Kindern fehlt mir sehr. Es macht großen Spaß, ihnen dieses wichtige Thema mit viel Humor zu vermitteln!“

Ulrike Hörschläger, ZGE Industrieviertel:

„Im ersten Moment fragt man sich, wie man den Kindern in Corona-Zeiten etwas beibringen kann, ohne ihnen Angst zu machen – weil wir ja Masken tragen müssen. Also habe ich mir aus einem alten Kroko-T-Shirt eine lustige Maske genäht. So wussten die Kinder sofort, wer wir sind. Vielleicht haben wir uns im Vorfeld zu viele Gedanken gemacht, denn ich war begeistert, wie selbstverständlich die Kinder Abstand gehalten und alle Maßnahmen mitgetragen haben. Dass sie ihren geliebten Kroko diesmal nicht streicheln durften, habe ich ihnen erklärt, indem ich ihm einen Verband um den Arm gebunden habe – da waren sie sehr verständnisvoll.“

Simone Biesenberger, ZGE Mostviertel:

„Durch das Abstandhalten und die verstärkten Hygienemaßnahmen sind viele haptische Erfah- rungen nicht möglich, zum Beispiel das Zähneputzen mit der Handzahnbürste. Darauf zu ver- zichten ist uns schwergefallen, da es so wichtig ist und es lange gedauert hat, dies in allen Ein- richtungen zu manifestieren. Aber wir haben eine tolle Alternative gefunden und die Kinder auf einem großen Gebiss putzen lassen. Sie alle waren richtig gerührt, als der Kroko sie wieder be- sucht hat, weil es ihnen ein Stück Normalität zurückgegeben hat.“

Jacqueline Schoderbeck, ZGE Zentralraum:

„Im März ist alles sehr schnell gegangen – gerade waren wir noch mit Kroko in den Schulen, plötzlich wurde der Lockdown verhängt. Wir haben die Zeit genutzt, um unsere Stundenbilder für das nächste Jahr vorzubereiten – auch im Hinblick auf die Corona-Maßnahmen. Außerdem haben wir den Schulen und Kindergärten in Krokos Namen einen Brief geschickt und Fotos bei- gelegt, auf denen zu sehen ist, wie er den Lockdown verbringt. Der Kroko-Handpuppe haben wir einen eigenen kleinen Mund-Nasen-Schutz für die Schulbesuche genäht. Als wir im Septem- ber wieder in die Schulen und Kindergärten gekommen sind, hat man gemerkt, wie sehr sich die Kinder freuen – auch wenn es ein bisschen anders war als sonst.“

fotoS: Dürr

erschienen in GESUND & LEBEN 01+02/2021