KUREN & REHABILITATION IN NÖ - GESUNDHEITSVORSORGE AKTIV

Chance für meine Gesundheit

FOTos: adobe stock/ Jenny Sturm

Lohnt es sich, die neue „Gesundheitsvorsorge Aktiv“ für die eigene Gesundheit zu nutzen? GESUND&LEBEN-Chefredakteurin Riki Ritter- Börner hat Tagebuch geführt.

Tag 1: Anreise. Nett schaut es hier aus. Ich kriege einen ganzen Stoß Blätter zum Ausfüllen und beziehe mein Zimmer. Dann geht es zum Kurarzt. Größe, Gewicht, Be- funde durchsehen. Meine Schultern haben zu wenig schmerzfreien Bewegungsspielraum. Deshalb bin ic- h hier. Er findet, ich habe zu viele Kilos und zu wenig Mus- keln. Am Nachmittag gibt es die Begrüßungsveranstal- tung und am Abend den Plan für die erste Woche. Un- d fixe Essenszeiten. Puh!


Tag 2: Mein Zimmer ist gemütlich, die Aussicht ist schön, die Sonne scheint. Im Haus habe ich mich heute zwei Mal verlaufen. Beim Frühstück komme ich mit einer Ärztin ins Gespräch, die hier ebenfalls zur „Gesundheitsvorsor- ge Aktiv“ (GVA) ist. Dann beginnen die Termine und Be- handlungen. Vier pro Tag, verteilt auf Vor- und Nachmit- tag. Dazwischen Pausen von einer halben bis zwei Stun- den. Mein erster Termin: Gruppentreffen im Krafttrai- ningsraum, Einführung. Mein zweiter: Bestandsaufnahme beim Sportmediziner. Ich bekomme zusätzliche Einzel- stunden Physiotherapie.


Tag 3: Die regelmäßigen Essenszeiten sind ungewohnt – aber angenehm. Abnehmen werde ich hier aber wohl eher nicht – es schmeckt hervorragend- .


Tag 4: Die Physiotherapeutin sagt, mein Rücken ist steinhart. Sie massiert, es tut weh, morgen wird es sich wie Muskelkater anfühlen. Workshop zur mentalen Ge- sundheit – spannend, ich nehme ein paar Dinge für mich mit. Mit der Ärztin treffe ich mich zum Abendspaziergang, wir sind gleich alt und es ist schön, sich auszuta- uschen.


Tag 5: Wochenende. Nur am Vormittag zwei Termine, Krafttraining und Wassergym- nastik. Zu den drei Mahlzeiten soll man auch am Wochenende regelmäßig da sein. Die Ärztin und ich machen eine kleine Wanderung- .


Tag 6: Sonntag, noch eine Wanderung, die Gegend ist herrlich! Und es tut gut, nicht ständig auf den Therapieplan schauen zu müssen, dass man nur ja überall rechtzei- tig ist und keine Einheit übersieht. Ich lese ein halbes Buch in einem Stück – das gab es zuletzt vor vielen Jahren.


Tag 7: Nordic Walking, Heilgymnastik für den Rücken, noch ein Physiotherapie-Ein- zeltermin. Dann der Workshop Ernährung – als Gesundheitsjournalistin weiß ich das meiste, aber sehe mit Erstaunen, dass für viele doch einiges neu ist- .


Tag 8: Diesmal hat die Psychologin beim Gruppen-Entspannungstraining Musik mit, die mir gegen den Strich geht. So kann ich nicht entspannen. Ich bin eindeutig noch nicht erholt. Sonst fühle ich mich schon beinahe routiniert im GVA-Betrieb. Alles ist gut zu managen, hier im geschützten Rahmen, wenn man dreimal täglich zum Es- sen gehen darf, ohne einen Finger zu rühren – ein Schlaraffenland.


Tag 9: Beim Krafttraining an den Geräten sehe ich erste Erfolge. Spaß macht es mir noch immer nicht. Dafür gefällt mir der Workshop zur mentalen Gesundheit sehr gut und ich sehe, dass ich an meinen Arbeitsroutinen etwas verändern kann. Pausen zum Beispiel. Die vergesse ich oft. Dabei wären die hilfreich, um zwischendurch den Rücken zu dehnen und die Schultern zu lockern- .


Tag 10: Workshop Bewegung: Trainingslehre, das kenne ich alles, war ja lang ge- nug regelmäßig joggen. Der Sportwissenschafter betont, wir sollen die Zeit hier nüt- zen, um Sportarten auszuprobieren. Denn man mache nur regelmäßig Bewegung, wenn man es gern macht. Ich probiere Tai-Chi aus. Ich suche noch Ersatz für das Krafttraining an den Geräten.


Tag 11: Die zweite Hälfte beginnt – die Zeit vergeht zu rasch. Ich brauche noch, bis ich mich wieder dem Alltag gewachsen fühle- .


Tag 12: Wassergymnastik, Entspannungstraining und Wochenende. Wir gehen wie- der wandern. Die schönen Gespräche, die schöne Landschaft und die entspannte Bewegung tun Körper und Seele gut. Abends essen wir auswärts und gehen in ein Konzert. Das Leben ist schön !


Tag 13: Sonntag. Wir fahren in die Therme und sind so richtig faul. Sogar beim Schwimmen habe ich keine Schulterschmerzen mehr – das fühlt sich gut an !


Tag 14: Zweiter Workshop Ernährung – diesmal geht es darum, wie man sich im All- tag gut versorgt. Die regelmäßigen Essenszeiten tun mir gut, die will ich beibehalten- . Wir bekommen Rezepte für gesunde Speisen, die man auch gut vorbereiten und mitnehmen kann, damit man keine Notlösungen aus dem Supermarkt braucht- .


Tag 15: Die Kontrolluntersuchung beim Kurarzt zeigt ein Kilo weniger; die Hose sitzt aber deutlich lockerer. Vielleicht sind das die neuen Muskeln – die sind ja schwerer als Fett.


Tag 16: Yoga macht mir mehr Spaß als Tai-Chi. Ich bespreche meine Bewegungs- Pläne mit dem Sportmediziner: Regelmäßig Nordic Walken wäre gut – und besser als Joggen, weil die Schultern auch gekräftigt werden. Regelmäßig Yoga und das, was ich in der Heilgymnastik gelernt habe – Kräftigung mit dem Theraband. Ich habe einen Plan und gute Vorsätze.


Tag 17: Die letzte Woche der GVA. Ich kann mir noch immer nicht vorstellen, dass es nur mehr ein paar Tage hier sind. Ich bin noch nicht genug erholt. Und es ist so angenehm, dieses wunderbare Buffet konsumieren zu dürfen und außer vier Einhei- ten pro Tag keine Verpflichtungen zu haben.


Tag 18: Mittlerweile kenne ich die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Haus, plaudere mit ihnen. Die Physiotherapeutin findet meinen Rücken jetzt locker genug und zeigt mir noch ein paar spezielle Übungen für die Schultern- .


Tag 19: Ich mag das Krafttraining an den Geräten noch immer nicht. Aber die Was- sergymnastik. Den Samstagnachmittag nutzen die Ärztin, die eine Freundin gewo- r

Kur und Gesundheitsvorsorge Aktiv –

Infos aus erster Hand


Wohin auf Kur? Umfassende Informationen über das gesamte Angebot hat der Österreichische Heil- bäder- und Kurorteverband- .

Die Vielfalt an heimischen Kurzentren deckt ein breites Spektrum an Angeboten ab – aber woher weiß man, welche Einrichtung den eigenen Vorstel- lungen und Bedürfnissen am besten entspricht? Beratung und Information bietet der Österreichi- sche Heilbäder- und Kurorteverband, die wichtigste Informationsstelle für heimische Heilbäder, Kurbe- triebe, Kurorte und Kneippkureinrichtungen. Für Gesundheits-Interessierte gibt es die Broschüre „Gesundheit Aktiv – Kur, Therme, Kneipp in Öster- reich“, die detailliert Auskunft über alle Kureinrich- tungen gibt. Sie enthält außerdem alle Kontaktda- ten, das Behandlungs- und Therapieangebot sowie die jeweiligen natürlichen Heilvorkommen- .

Österreichischer Heilbäder- und Kurorteverband :

Tel.: 01/5121904, info@oehkv.at, www.oehkv.at

GESUND&LEBEN-Chefredakteu- rin Riki Ritter-Börner

erschienen in GESUND & LEBEN IN NIEDERÖSTERREICH 05/2019