nÖ-challenge

Die Gemeinderäte Eva Dücke, Markus Winkler und Andrea Benedikt

haben sich ganz besonders für die Teilnahme Kottingbrunns an der

NÖ-Challenge eingesetzt.

In Bad Vöslau steht Bewegung hoch im Kurs: Die Gruppe „Vorsorge aktiv“ rund um Stadträtin Anita Tretthann (vorne Mitte) trifft sich regelmäßig zu einer gemeinsamen Walkingrunde.

FotoS:zvg

Gemeinden bewegen

Radeln, laufen oder gehen: Bei der NÖ-Challenge 2020 sammelte die niederösterreichische Bevölkerung fast 30 Millionen aktive Minuten.

Regelmäßige Bewegung ist wichtig für die Gesundheit. Gerade in der herausfordernden Zeit der Corona-Pandemie sollten wir unser Immunsystem stärken und die körperliche Leistungsfähigkeit erhalten. Sport und eine aktive Freizeitgestaltung an der frischen Luft nehmen dabei eine wesentliche Rolle ein. Gehen, Laufen und Radfahren sind absolute Klassiker. Die körperlichen Aktivitäten wirken sich zudem positiv auf die Psyche aus und sorgen für gute Stimmung. Sportliche Menschen fühlen sich bes- ser und sind sowohl im Job als auch im Alltag belastbarer.


Für Bewegung begeistern

Für zusätzliche Motivation in Sachen Bewegung sorgt seit 2017 das Sportland Niederösterreich. Bei der NÖ-Challenge konn- ten alle Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher von 1. Juli bis 30. September 2020 aktive Minuten am Rad, beim Lau- fen oder Gehen sammeln. Diese wurden anschließend auf das Bewegungskonto der jeweiligen Gemeinde übertragen. In vier verschiedenen Kategorien, nach Einwohnerzahl gestaffelt, werden jährlich die aktivsten Gemeinden des Landes prämiert. In diesem Jahr war die niederösterreichische Bevölkerung ganz besonders fleißig. In Summe wurden rund 30 Millionen aktive Mi- nuten auf den Bewegungskonten der unterschiedlichsten Gemeinden gezählt. Das Ranking führt die Gemeinde Atzenbrugg mit einem beachtlichen Wert von fast einer Million an. Damit sichert sich die Gemeinde mitten im Städtedreieck von Tulln, St. Pölten und Krems zum dritten Mal in Folge die Auszeichnung als aktivste Gemeinde Niederösterreichs in der Kategorie „2.501 bis 5.000 Einwohner“. Dahinter folgen mit Oberwaltersdorf und Kilb ebenfalls Wiederholungstäter am Podium. „Bewegung ist für mich neben meiner beruflichen Tätigkeit sehr wichtig. Das trifft natürlich auf viele Menschen zu. Die sportliche Betätigung an der frischen Luft ist einfach der perfekte Ausgleich“, ist Kilbs Bürgermeister Manfred Roitner überzeugt. Das Gemeinde- oberhaupt versucht vor allem abends eine Runde zu laufen oder mit dem Rad die nähere Umgebung zu erkunden. Auch sein Bürgermeisterkollege aus der Nachbargemeinde Mank geht Jahr für Jahr mit bestem Beispiel voran. Martin Leonhardsberger knackte heuer erstmals die Marke von 10.000 aktiven Minuten und ist sichtlich stolz: „Mank ist in jeder Hinsicht eine aktive Ge- meinde – ich freue mich über die enorme Steigerung in diesem Jahr.“


Für Motivation sorgen

Bei den Gemeinden mit über 10.000 Einwohnern schafft es Bad Vöslau jedes Jahr aufs Neue, Menschen für die Aktion zu begeistern. „Gute Informationspolitik, technische Hilfe- stellungen in der Bürgerservicestelle sowie eine gewisse Vorbildwirkung sind notwendig. Über die Facebook-Gruppe ‚Gesunde Gemeinde Bad Vöslau‘ wurden immer die aktuellen Zwischenstände gepostet. Ein besonderes Highlight ist jedes Jahr auch jener Moment, wenn wir die sportlichen Vorbilder bei einer Siegerparty vor den Vorhang bitten“, verrät Stadträtin Anita Tretthann das Erfolgsgeheimnis. Und so darf sich die Gemeinde Bad Vös- lau heuer über das Triple – die Auszeichnung über den Titel „aktivste Gemeinde über 10.000 Einwohner“ – freuen. „Den Bürgermeister mit dem Mountainbike oder die Gesund- heitsstadträtin beim Joggen anzutreffen hat eine wichtige Signalwirkung. Ebenso wenn man Termine im Rathaus mit dem Fahrrad wahrnimmt und Bewegung in den Alltag integriert“, ist

Bürgermeister Christoph Prinz überzeugt.


Newcomer am Podium

Neben zahlreichen Wiederholungstätern reihten sich auch Newcomer unter den aktivsten Gemeinden des Landes ein. Die Gemeinde Kottingbrunn erreichte bei der erstmaligen Teil- nahme auf Anhieb einen Stockerlplatz in der Kategorie „5.001 bis 10.000 Einwohner“. Über das Ergebnis freut sich Bürgermeister Christian Macho: „Das ist ein toller Erfolg für jeden und jede in Kottingbrunn, die hier zum Ergebnis beigetragen hat. Wir haben die NÖ-Chal- lenge nicht nur in den Medien-Kanälen der Gemeinde beworben, sondern sind am 1. Juli 2020 auch mit einem gemeinsamen Laufevent gestartet. Durch die Aktion ‚Kottingbrunn läuft‘ haben wir gerade zu Beginn die Aufmerksamkeit auf den Wettbewerb massiv erhöht und vor allem auf das Wir-Gefühl gesetzt.“ Ganz besonders ins Zeug gelegt haben sich die Gemeinderäte Eva Dücke, Andrea Benedikt und Markus Winkler. „Wir alle haben eine Vor- bildwirkung sowie die Aufgabe, Möglichkeiten für unsere Einwohnerinnen und Einwohner zu schaffen, um sich sportlich zu betätigen“, ist Markus Winkler überzeugt.


Hoher Stellenwert

Sport und Bewegung haben in Kottingbrunn einen hohen Stellenwert. Von Fußball und Faustball über Tischtennis und Tanz bis hin zu Kampfsport und Turnen kann jeder in der Gemeinde aus einer breiten Palette an Sport- und Freizeitangeboten wählen. „Unsere Auf- gabe als Marktgemeinde ist es, unsere Vereine bei dieser tollen Arbeit mit der Sportinfra- struktur zu helfen“, meint der stolze Bürgermeister Christian Macho. Dass es am Ende zu einem Podestplatz bei den aktivsten Gemeinden Niederösterreichs gereicht hat, ist für die Vertreter Kottingbrunns aber nur eine Zugabe. „Die NÖ-Challenge war eine willkommene Gelegenheit, als Gemeinde an einem Strang zu ziehen und im sportlichen

Wettbewerb zu mehr Bewegung aufzurufen“, freut sich Macho.


Werner Schrittwieser

erschienen in GESUND & LEBEN 11/2020