Kur & reha

FotoS: moorheilbad harbach

Für jede Indikation gibt es viele Gründe, gerade jetzt etwas zu unternehmen und Unterstüt- zung in Anspruch zu nehmen. (Das Foto wurde vor

der Corona-Krise aufgenom- men, noch ohne Masken.)

Kraft tanken

Trotz der Corona-Krise haben Reha- und Kurzentren geöffnet. Sie rufen dazu auf, Behandlungen nicht aufzuschieben.

Rehabilitations- und Kurzentren halten offen, auch während eines Lockdowns, denn sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge. Doch viele Patientinnen und Patienten sind verunsichert, ob jetzt die richtige Zeit für einen Gesundheitsaufenthalt ist, sagt Karin Weißenböck, Geschäftsführerin des Moorheilbads Harbach: „Wir bekommen immer wieder die Rückmeldung, dass die Menschen Zweifel haben und sich unsicher fühlen, eine Reha oder Kur anzutreten. Doch gerade nach einem Akutereignis ist eine Reha ganz wichtig, um wieder Kraft zu tanken und am Leben teilhaben zu können.“

Ob nach einer Hüft- oder Knie-Operation, nach einer Krebserkrankung, bei Stoffwechsel- krankheiten und Diabetes oder psychischen Belastungen: Für jede Indikation gibt es vie- le Gründe, gerade jetzt etwas zu unternehmen und Unterstützung in Anspruch zu nehmen.


Körper & Geist

Gesundheit ist ein Fundament für ein starkes und funktionierendes Immunsystem. Hier setzt die „Gesundheitsvorsorge Aktiv“ (GVA) an: Dieses ganzheitliche Kurheilverfahren legt die Schwerpunkte auf Bewegung und mentale Gesundheit. „Gerade in der jetzigen, oft belastenden Zeit, ist es besonders wichtig, auf sich zu achten“, sagt Weißenböck, „wenn die Seele angeschlagen ist, äußert sich das oft in Schmerzen. Körper und Geist beeinflussen sich gegenseitig. Hier kann die GVA helfen, damit sich Leiden erst gar nicht manifestieren.“ Die Gesundheitsexpertin appelliert daher, Behandlungen nicht aufzu- schieben, sonst können bleibende Folgeschäden und psychosoziale Probleme drohen. Immer wieder bekomme sie die Rückmeldung von Patientinnen und Patienten, „dass sie gerade jetzt froh sind, bei uns zu sein. Hier sind sie in einer sicheren Umgebung und können körperlich wie psychisch wieder Kraft tanken.“


Strikte Hygieneregeln

Um die größtmögliche Sicherheit und Gesundheit der Patientinnen und Patienten zu gewährleisten, halten sich die Reha- und Kurzentren an strenge Sicherheits- und Hygieneauflagen. Die Einrichtungen setzen auf besonders strenge Anti-Corona- virus-Maßnahmen, die in der Covid-19-Notmaßnahmenverordnung vorgeschrieben sind. Mit einem Maßnahmenmix will man das Infektionsrisiko verringern: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden einmal pro Woche per PCR-Test getestet. Auch die Patientinnen und Patienten machen bei Anreise einen PCR-Test und bleiben bis zum Vorliegen des Ergebnisses in Qua- rantäne – meist bis zum nächsten Tag. Es herrscht überall Maskenpflicht. Statt Doppelzimmern gibt es Einzelzimmer und Therapie in kleineren Gruppen. Externe Personen – ausgenommen angemeldete Besucherinnen und Besucher – dürfen die Einrichtung nicht betreten. Während des gesamten Aufenthalts gilt es die vorgegebenen Schutzabstände zu anderen Perso- nen einzuhalten. Markierungen und Aufkleber geben dazu auch Hilfestellungen. Allerorts sind Desinfektionsmittelspender zu finden. Auch das Therapieprogramm wird mit entsprechenden Vorsichts- und Schutzmaßnahmen durchgeführt. „In allen Zentren wird sorgfältig gearbeitet, damit die Menschen die notwendigen Therapien und Behandlungen in Anspruch nehmen können“, sagt Karin Weißenböck. Daher: Schauen Sie auf sich. Gerade jetzt!


karin schrammel

erschienen in GESUND & LEBEN 01+02/2021