VITAMIN D

KRAFT AUS DER SONNE

Ein Vitamin-D-Mangel kann unangenehme Begleiterscheinungen haben. Besonders im Winter gilt daher: Sonnenlicht tanken, richtig essen und den Körper – wenn nötig – mit einem Präparat unterstützen.

Streng genommen ist Vitamin D eigentlich gar kein Vitamin, sondern eine hormonähnliche Substanz. Unter den Sammelbegriff Vit- amin D fallen mehrere fettlösliche Verbindungen: eine davon ist das für

den Körper besonders wichtige Vitamin D3. Das Besondere: Vitamin D ist das einzige Vitamin, das nicht vorwiegend über die Ernäh- rung, sondern über die Sonne aufgenommen wird.

Bei Sonnenschein gelangt die darin enthaltene UV-B-Strahlung in die oberste Hautschicht des Körpers. Diese UV-B-Strahlung wan- delt eine Form von Cholesterol in Vitamin D um. Wie viel Vitamin D dabei aufgenommen wird, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab: Je heller die Haut beispielsweise ist, desto mehr Vitamin D kann produziert werden. Auch das Alter spielt eine wichtige Rolle, denn jüngere Menschen haben eine stärkere körpereigene Vitamin-D-Produktion.


Gefährlicher Mangel

Ein Vitamin-D-Mangel kann sich durch verschiedene Symptome äußern. Vitamin D ist vor allem am Stoffwechsel der Knochen sowie an der richtigen Entwicklung unserer Muskulatur beteiligt.

Außerdem reguliert es einen Großteil unserer Gene, verstärkt die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm, wirkt anti-entzündlich und schützt die Blutgefäße. Die unangenehmen Begleiterscheinungen eines Vitamin-D-Mangels reichen von Muskelschwäche bzw. - schmerzen über eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen, Haarausfall und Migräne, bis hin zu einer schlechten Wundheilung. Beson- ders bemerkbar macht sich ein Mangel dadurch, dass sich die Betroffenen stark erschöpft und müde fühlen. Umso wichtiger ist es daher, den Vitamin-D-Spiegel gerade in den Monaten September bis Februar mittels Blutabnahme regelmäßig kontrollieren zu lassen.


Raus ins Freie

Zirka 80 Prozent des menschlichen Vitamin-D-Bedarfs werden über körpereigene Speicher, 20 Prozent über die Nahrung abgedeckt.

Gute Nahrungsquellen sind fette Meeresfische wie Hering und Lachs, Eier, Pilze, Milch und Milchprodukte. Auch in Avocados und in hellem Fleisch steckt Vitamin D. Da man aber große Mengen dieser Lebensmittel zu sich nehmen müsste, um einen optimalen Vit- amin-D-Spiegel zu erreichen, und weil die Sonne in unseren Breitengraden zu wenig intensiv ist, empfiehlt sich bei einem diagnosti- zierten Mangel die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln. Dazu zählen hochwertige Tropfen oder Kapseln, die auch auf pflanzli- cher Basis sein dürfen. Am besten tankt man Vitamin D aber bei ausgedehnten Spaziergängen in der Wintersonne. Also: Rein in die Jacke und raus ins Freie!



Stefan Stratmann

erschienen in GESUND & LEBEN 01/2020