KNOCHEN

Was tun bei Osteoporose?

GESUND&LEBEN fragte bei „Medizin transparent“, im Departement für evidenz- basierte Medizin und Evaluation auf der Donau- Universität Krems, nach.

Etwa 370.000 Frauen und 90.000 Männer sind laut Österreichischer Gesellschaft für Knochen und Mineralstoffwechsel von Osteoporose betroffen. Bei dieser Krankheit schwindet die Knochenmasse übermäßig, die Knochen sind weniger stabil und das Risiko für Knochenbrüche steigt. Schon kleinere Stürze oder Stöße können Brüche auslösen. Gefährdete Stellen sind zum Beispiel Hüfte, Handgelenke, Wirbelsäule, Oberarme und Oberschenkel. Frauen, insbesondere nach der Menopause (letzte Regelblutung), sind häufiger betroffen als Männer. Bei ihnen begünstigen hormonelle Veränderungen den krankhaften Knochenschwund.


Milchprodukte

Gesunde Knochen brauchen Kalzium, und Milch enthält viel davon. Auch Gemüse wie Brokkoli, Kohlrabi, Grünkohl oder Chinakohl enthält viel von dem knochenaufbauenden Spurenelement. Ist man bereits über 40, scheint es allerdings nicht mehr viel zu helfen, wenn man sich mit viel Milch, Joghurt und Käse ernährt. Kalzium-Präparate in Kombination mit Vitamin D können die Wahrscheinlichkeit etwas senken, durch Osteoporose bedingte Knochenbrüche zu erleiden. Es steht auch eine Reihe von Medikamenten zur Verfügung.


Bewegung & Rauchstopp

Aber es gibt auch nicht-medikamentöse Ansätze wie flottes Gehen („Walking“) oder Krafttraining, die dem Knochenschwund entgegenwirken und das Risiko für Knochenbrüche senken sollen. Wenig bekannt ist, dass auch Rauchen das Risiko für Osteoporose und brüchige Knochen im Alter steigert. Mit dem Rauchen aufzuhören könnte das Risiko für Knochenbrüche also senken.

erschienen in GESUND & LEBEN IN NIEDERÖSTERREICH 09/2019