FÜSSE

Sommerschöne Füße

Sie tragen uns durchs ganze Leben – und freuen sich über die richtigen

Schuhe, ein bisschen entspannende Bewegung und über schützende Pflege.

FotoS: adobe stock: cunaplus, kamasigns

Kristin Ilic, Kosmetikerin, Hand- und Fußpflegerin aus Hainfeld, kennt all die Probleme, die man mit seinen Füßen so haben kann, aus ihrem Studio. Die erfahrene Expertin liebt es, ihre Kundinnen und Kunden mit gut gepflegten Füßen in den Alltag zu entlassen, denn „gepflegte Füße sind auch die Basis fürs persönliche Wohlbefinden und für die Gesundheit.“ Was sie zu sehen bekommt, sind Hornhautschwielen, Hühneraugen, raue, trockene Haut und eingewachsene Fußnägel. Auch ein Halux valgus – im Volksmund heißt er Überbein, Frostballen oder Schiefzehe – kommt nicht selten vor. Begünstigt wird diese schmerzhafte Verformung durch das häufige Tragen hoher Schuhe. Nur zu oft sieht Kristin Ilic auch, dass die Besitzer der Füße ihnen im Alltag wenig Pflege angedeihen lassen. Dabei sei das so wichtig, sagt sie, denn „die Füße tragen uns doch durch unser ganzes Leben – da verdienen sie Beachtung und Pflege.“


Baden und cremen

Es sei ein wunderbares Entspannungs-Ritual, die Füße täglich nach dem Duschen einzucremen und dabei ein wenig zu massieren – dadurch werde auch die Haut gestärkt. Regelmäßige Fußbäder helfen dabei, die entstandene Hornhaut mit einer entsprechenden Raspel oder Feile zu entfernen. Im Studio macht Ilic das effizient und gekonnt mit einem Skalpell. „Harte Haut entsteht, um den Fuß zu

schützen. Sie ist ein Zeichen, dass er an dieser Stelle besonders belastet ist oder dass man sich falsch bewegt.“ Noch markantere Zeichen für falsche Belastungen sind sogenannte Hühneraugen, Druckstellen, an denen sich die Hornhaut punktförmig tief ins Fleisch hinein bildet. „Meist liegen diese Hornhaut-Punkte auf einem Nerv, deshalb tun sie so weh.“ Professionelle Hilfe leisten Fußpflegerinnen auch bei eingewachsenen Zehennägeln – oft ebenfalls ein schmerzhaftes Problem. Sie entstehen zum Beispiel, wenn man die Nägel zu rund und zu kurz abschneidet. Manche Menschen bekommen sie sehr leicht. Der Nagel rollt sich seitlich ein und wächst ins Fleisch. Durch verschiedene Arten von Nagelspangen, die Fußpflege-Experten setzen, kann das Problem im Laufe der Zeit gelöst werden. „Damit können wir meist sehr gute Erfolge erzielen. Wer mit eingewachsenen Zehennägeln kämpft, sollte unbedingt regelmäßig zur Fußpflege kommen.“ Kristin Ilic rät, sich regelmäßig gut um die eigenen Füße zu kümmern. „Tun Sie es auch schon, wenn noch nichts weh tut! Probleme entstehen, wenn wir falsch heben oder Schuhe tragen, die uns nicht gut tun. Probleme mit dem Bewegungs- und Stützapparat beginnen nämlich sehr oft unten bei den Füßen.“



Riki Ritter-Börner

erschienen in GESUND & LEBEN IN NIEDERÖSTERREICH 06/2019