SERIE PFLANZEN

Grün, grün, grün …

Foto: istockphoto/ pixzzle

… ist meine liebste Farbe. Deshalb gibt es in der

NÖ Wohnbauförderung nun auch Unterstützung für begrünte Fassaden.

Pro Jahr sollen rund 10.000 Häuser, Wohnungen und Gärten noch grüner und ökologischer gestaltet werden. Diese Begrünungsoffensive gehört nun zur blau-gelben Wohnbaustrategie. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner will

damit „Anreize und Möglichkeiten zur Beteiligung in die Hand geben, damit die Bürgerinnen und Bürger konkrete Schritte für eine nachhaltige und saubere Energiezukunft setzen kön- nen.“ Wer sein Haus mit einem begrünten Dach ausstattet, bekommt im Rahmen der NÖ Wohnbauförderung bereits jetzt ein Förderdarlehen von bis zu 1.500 Euro. Künftig soll es dieses Förderdarlehen auch für begrünte Fassaden geben, egal ob neu gebaut oder im Zuge einer Sanierung. Und ab 1. Oktober gibt es außerdem für passiven Sonnenschutz, wie etwa Markisen oder Rollläden, ein zusätzliches Förderdarlehen von bis zu 1.500 Euro.

Begrünte Fassaden werden nun auch im gemeinnützigen Wohnbau gefördert. Genossen- schaften können für das Gestalten ihrer Grünflächen eine „Natur im Garten“-Beratung in An- spruch nehmen. Diese Kooperation soll sicherstellen, dass die geförderten Wohnungen des Landes mehr grüne Fassaden und Dächer erhalten und noch mehr nachhaltig gestaltete Grünflächen entstehen. Gemeinsam mit den Genossenschaften und „Natur im Garten“ wird eine neue „Natur-im-Garten“-Wohnbau-Plakette ins Leben gerufen. Vergeben wird dieses Gütesiegel, wenn Grünflächen für eine Wohnhausanlage oder ein Reihenhaus nach ökologi- schen Kriterien errichtet werden. Warum dieses Engagement für Grün im Wohnbau? Laut Landesrat Martin Eichtinger haben begrünte Dächer den zehnfachen Kühlungseffekt im Ver- gleich zu einer „nackten Dachabdichtung“.


Ökologisches Heizen

Niederösterreich zähle beim ökologischen Wohnbau auch zu den Pionieren und Vorreitern, sagt der Wohnbau-Landesrat. Global 2000 habe Niederösterreich im Vorjahr bei einem ös- terreichweiten Wohnbaucheck als Vorreiter für seine Umsetzung im nachhaltigen Wohnbau ausgezeichnet. Feste fossile Brennstoffe würden im geförderten Wohnbau bereits seit 2005 nicht mehr mit der Wohnbauförderung unterstützt.

Darüber hinaus hat Niederösterreich seit Jahresbeginn ein Ölkesselverbot für alle Neubau- ten gesetzlich verankert: „Seit 1. Mai 2019 fördern wir den Umstieg auf alternative Energie- formen mit bis zu 3.000 Euro.“ Das Land Niederösterreich hat sich auch dafür eingesetzt, dass die Bundesförderung in Höhe von 5.000 Euro fortgesetzt wird und weiterhin mit dem NÖ Bonus in Höhe von 3.000 Euro kombinierbar ist. „Das Land Niederösterreich unterstützt zudem Projekte in der Wohnbauforschung, die innovative Maßnahme für nachhaltiges und ökologisches Bauen erarbeiten“, berichtet Eichtinger.

erschienen in GESUND & LEBEN IN NIEDERÖSTERREICH 09/2019