VERSORGUNG

Meilenstein

der Versorgung

foto: NLK Burchhart

Die NÖ Kliniken und Pflegeheime kommen unter ein gemeinsames Dach. Der Entwicklungsprozess startet nun, 2020 soll die neue Struktur stehen.

Als zu Beginn des Jahrtausends immer mehr Gemeindespitäler unter das Dach des NÖGUS und später der NÖ Landeskliniken-Hol- ding kamen, war das ein großer Meilenstein für die Gesundheitsversorgung in Niederösterreich. Der Prozess gipfelte im September 2005 im Gesetz zur Gründung der NÖ Landeskliniken-Holding. 27 Klinikstandorte in den fünf Versorgungsregionen wurden nun ge- meinsam geführt. Damals wurden zahlreiche Projekte von Seiten der Holding ins Leben gerufen, wie strukturiertes Risikomanage- ment, eine einheitliche und regelmäßige Patientenbefragung, Fachgesellschaften der Medizinerinnen und Mediziner, die Behand- lungskonzepte und -leitlinien abstimmten und vieles mehr.

Nun steht der nächste Meilenstein an. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner präsentierte die geplante Neuorganisation des Ge- sundheitswesens: Die NÖ Kliniken und die NÖ Pflegeheime kommen unter ein Dach der Landesgesundheitsagentur. Das Motto des Meilensteins: „Versorgen und pflegen aus einer Hand, für die beste Betreuung im ganzen Land“. Konkret geht es darum, die Ge- sundheitsversorgung auch für die nächsten Jahre und Jahrzehnte so aufzustellen, dass die steigende Zahl älterer Menschen gut versorgt und betreut werden kann. Schon jetzt wird mehr als die Hälfte des Landesbudgets – 4,5 von 8,8 Milliarden Euro – in die Be- reiche Gesundheit, Pflege und Soziales investiert. Mikl-Leitner betonte, es gehe darum, „Gesundheit und Pflege aus einer Hand zu denken, zu planen und zu steuern, mit dem klaren Ziel, die größtmöglichen Vorteile und die beste Versorgung für die Landsleute zu garantieren“.


Für die Zukunft

Bei der Neuorganisation des Gesundheits- und Pflegewesens in Niederösterreich gehe es um „verantwortungsvolles Planen, Steuern und Handeln für die Zukunft durch bessere Koordinierung, effizientere Abläufe und mehr Flexibilität.“ Die neue Landesgesundheits- agentur werde „die Planung der Versorgung für unsere Landsleute auf eine völlig neue Ebene heben und die Gesundheits- und Pfle- geversorgung nachhaltig stärken“.

Die Neuorganisation wird von Fachleuten und Experten intensiv begleitet. Christian Horak (xperte im Gesundheitsmanagement) und Wolfgang Mazal (Rechtsexperte) stellten bei der Präsentation die Eckpfeiler der Neuorganisation vor. Projektleiter ist Filip Deimel vom Amt der NÖ Landesregierung. Die Arbeit an den Detailprojekten hat im Februar begonnen, daraus erwartet man bis zum Som- mer Ergebnisse. In Umsetzung will man „mit Beginn 2020“ gehen.

erschienen in GESUND & LEBEN IN NIEDERÖSTERREICH 03/2019