Bewegung in Balance

Sie tragen uns durchs Leben, federn jeden Schritt ab und gleichen still aus, was wir ihnen zumuten: unsere Füße, Beine, Knie und Hüften. Warum Beschwerden selten isoliert auftreten – und was wir im Alltag tun können, um von den Zehen bis zur Hüfte beweglich und schmerzfrei zu bleiben.

Der erste Schritt aus dem Bett, barfuß auf dem kalten Boden. Schnell in die Hausschuhe! Für viele ein ganz normaler, kaum beachteter Moment. Für andere beginnt der Tag bereits mit einem Ziehen in der Ferse, einem unangenehmen Gefühl in der Wade, einem Stechen im Knie oder einem Druck in der Hüfte, die sich erst „einlaufen“ muss. Unser unterer Bewegungsapparat arbeitet wie ein fein abgestimmtes Uhrwerk: Jede Bewegung ist das Ergebnis eines Zusammenspiels von Muskeln, Sehnen, Bändern und Gelenken. Gerät ein Zahnrad aus dem Takt, spüren wir das oft nicht nur lokal, sondern in mehreren Gelenken gleichzeitig. Medizinerinnen und Mediziner sprechen von der „kinetischen Kette“: Füße, Beine, Knie und Hüfte sind biomechanisch untrennbar miteinander verbunden. Was unten beginnt, wirkt sich nach oben aus – und umgekehrt, sodass kleine Schwächen große Folgen haben können. „Der Körper funktioniert wie eine Kette aus miteinander verbundenen Gliedern. Eine Einschränkung im Fuß kann Knieprobleme verursachen, eine schwache Hüfte Rückenschmerzen“, bestätigt auch Oberarzt Dr. Peter Ambrozy, Orthopäde und Traumatologe am Elisabethinen-Krankenhaus in Klagenfurt.

 
 

„Der Körper funktioniert wie eine Kette aus miteinander verbundenen Gliedern. Eine Einschränkung im Fuß kann Knieprobleme verursachen, eine schwache Hüfte Rückenschmerzen.“


Core-Training
Stabilität von unten nach oben

Was ist Core-Training?
Core-Training stärkt die tiefliegende Muskulatur der Körpermitte – Bauch, Rücken, Beckenboden und Hüfte. Diese Muskeln wirken wie ein inneres Stützkorsett und stabilisieren den Körper bei jeder Bewegung.

Wofür ist das gut?
Eine starke Körpermitte entlastet Füße, Beine, Knie und Hüfte, verbessert das Gangbild und verhindert Fehlbelastungen in der kinetischen Kette. Core-Training sorgt dafür, dass Kräfte gleichmäßig verteilt werden – Schmerzen entstehen seltener oder klingen schneller ab.

Vier Übungen für den unteren Bewegungsapparat

  • Handtuch greifen (Fußaktivierung): Barfuß ein Handtuch mit den Zehen zusammenziehen – kräftigt die Fußmuskulatur.

  • Wadenheben: Langsam auf die Zehenspitzen stellen und absenken – aktiviert Beine und die „Muskelpumpe“.

  • Beinachse trainieren: Einbeinstand mit leicht gebeugtem Knie – stabilisiert Knie und verbessert die Koordination.

  • Beckenbrücke: Rückenlage, Becken anheben – stärkt Gesäß, Hüfte und Core-Muskulatur.


Text: Angelika Kraft⎪Fotos: iStock_Georgiy Datsenko, Schumer

 

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