In 60 Sekunden erklärt: TRÄNEN
Tränen sind mehr als ein Zeichen von Traurigkeit. Es gibt drei Arten von Tränen: Basaltränen halten die Augen feucht, Reflextränen schützen vor Reizstoffen und emotionale Tränen entstehen bei starken Gefühlen. Letztere enthalten mehr Stresshormone und können seelische Anspannung lindern. Tränen schützen außerdem vor Keimen und stärken soziale Bindungen. Statistisch gesehen weinen Frauen häufiger als Männer. Männer hingegen verlieren beim Weinen meist größere Mengen Tränenflüssigkeit. Babys weinen zwar von Geburt an, sichtbare Tränen bilden sich jedoch erst nach einigen Wochen, wenn die Tränendrüsen vollständig entwickelt sind. Tränen übernehmen eine wichtige Schutzfunktion, denn sie enthalten das Enzym Lysozym, das Bakterien zerstört und die Augen vor Infektionen schützt. Und auch sozial spielen Tränen eine Rolle: Sie signalisieren Verletzlichkeit, fördern Mitgefühl und können zwischenmenschliche Bindungen stärken.
Text: Daniela Rittmannsberger-Kampel⎪Foto: iStock_ Klubovy