Vertrauen in die Wissenschaft

Weltweit ist die Wissenschaftsskepsis auf dem Vormarsch. Wissenschaftliche Erkenntnisse finden sichzunehmend im Zentrum der öffentlichen Debatte. Dabei geht es immer weniger um neue Errungenschaften als um die Glaubwürdigkeit der Forschung an sich. Doch wie ist es in Österreich um das Vertrauen in dieWissenschaft bestellt? Der aktuelle Austrian Health Report liefert Einblicke und zeigt, dass vor allem Alter und Bildungsgrad den Glauben in die Wissenschaft bestimmen. Durchgeführt wurde die repräsentative Studie unter 1.004 Österreicherinnen und Österreicher im Sommer 2025 vom Institut für empirische Sozialforschung IFES im Auftrag von Sandoz.

Die Jahre der Pandemie und das Aufkommen digitaler Desinformationskampagnen zu Forschung und medizinischen Errungenschaften haben das Vertrauen in die Wissenschaft öffentlich in Frage gestellt. Der aktuelle Austrian Health Report hat diese Entwicklung in Österreich umfassend untersucht. Die repräsentative Studie zeigt klar: Mehr als drei Viertel der Bevölkerung – 78 Prozent – glauben an den Fortschritt der medizinischen Wissenschaft.

 

Bildungsgrad spielt Rolle

„Der Austrian Health Report zeigt, dass sich die österreichische Bevölkerung nach wie vor auf die Arbeit der Wissenschaft in der Gesundheitsversorgung verlässt und ihr großes Vertrauen schenkt. Egal, ob es um Physik, Chemie oder Medizin geht: Die größten wissenschaftlichen Errungenschaften können ihre Wirkung nicht entfalten, wenn es in der Gesellschaft kein Vertrauen gibt. Das gilt auch beim Einsatz lebenswichtigerMedikamente“, sagt Marco Pucci, Country President bei Sandoz Österreich. 81 Prozent der Männer und 76 Prozent der Frauen haben Vertrauen in die Wissenschaft. Auch der Bildungsgrad spielt eine Rolle: Während 75 Prozent der Befragten ohne Matura der medizinischen Wissenschaft vertrauen, sind es bei jenen, die eine Matura oder höheren Bildungsabschluss vorweisen, sogar 86 Prozent. Nach Altersgruppen betrachtet, sind es mit 85 Prozent vor allem dieälteren Generationen ab 60 Jahren, die der medizinischen Wissenschaft positiv gestimmt sind. Am skeptischsten zeigt sich die Altersgruppe der 30- bis 44-Jährigen (74 Prozent), dicht gefolgt von den 16- bis 29-Jährigen (75 Prozent) und den 45- bis 59-Jährigen (78 Prozent). 68 Prozent der Befragten sind davon überzeugt, dass Wissenschaft und Forschung der Gesellschaft mehr nützen als schaden. Ein gutes Drittel (34 Prozent) gibt an, generell nicht viel von Wissenschaft zuverstehen und ein Fünftel (22 Prozent) findet, dass wir uns allgemein zu sehr auf die Wissenschaft und zu wenig auf den Glauben verlassen.

 

Vertrauen in Medikamente

Auch in Bezug auf Wirksamkeit von Medikamenten herrscht in Österreich mit 77 Prozent großes Vertrauen, mit minimaler Diskrepanz zwischen Männern (79 Prozent) und Frauen (75 Prozent). Auch hier unterscheidet es sich nach Bildungsgrad und Alter: 83 Prozent der Befragten mit Matura hat Vertrauen in dieWirksamkeit von Medikamenten, bei jenen ohne Matura sind es lediglich 74 Prozent. Geht es nach dem Alter, hat die Altersgruppe der Menschen ab 60 Jahren das größte Vertrauen in die Wirksamkeit der Medikamente (85 Prozent). Von den 45- bis 59-Jährigen vertrauen 76 Prozent auf Medikamente, in der Altersgruppe der 30- bis 44-Jährigen sind es 73 Prozent. Bei den 16- bis 29-Jährige haben lediglich 70 Prozent Vertrauen in die Wirksamkeit der Medikamente. Fast die Hälfte aller Befragten glaubt, dass Medikamente oft zu schnell verschrieben werden (48 Prozent) oder macht sich Sorgen, um mögliche Nebenwirkungen (45 Prozent).


Text: Daniela Rittmannsberger-Kampel⎪Foto: iStock_Goran13

 

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