Alarm auf der Kopfhaut

Schuppen und juckende Kopfhaut sind lästig, aber nicht immer harmlos. Welche Ursachen dahinterstecken können und was wirklich hilft.

Kräftiges, glänzendes Haar und eine gesunde Kopfhaut: ein Schönheitsideal, das uns aus unzähligen Werbespots vertraut ist. Die Realität sieht jedoch oft anders aus. Das häufigste und zugleich sichtbarste Kopfhautproblem sind Schuppen. Für Menschen, die großen Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild legen, werden sie schnell zur lästigen Begleiterscheinung. Doch wie entstehen Schuppen eigentlich? Fast jeder Mensch hat sie im Laufe seines Lebens, etwa in stressigen Phasen, bei Wetterumschwüngen oder durch trockene Heizungsluft im Winter. In den meisten Fällen sind Schuppen harmlos und vorübergehend. Sie entstehen im Zusammenhang mit der natürlichen Hauterneuerung. Denn unsere Haut befindet sich ständig im Wandel. Alte Zellen werden abgestoßen und durch neue ersetzt. Die verbrauchten Hautzellen werden an die Oberfläche geschoben und lösen sich dort ab. „Wir verlieren auch unter normalen Umständen Schuppen, in jeder Minute bis zu 40.000“, erklärt Dr. Christine Messeritsch-Fanta, Hautärztin in Mödling. „Diese feinen Schuppen sehen wir meist gar nicht.“

Wir verlieren auch unter normalen Umständen Schuppen, in jeder Minute bis zu 40.000.
— Dr. Christine Messeritsch-Fanta, Hautärztin in Mödling
 

Dr. Christine Messeritsch-Fanta, Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten in Mödling

„Kopfhaut schonend behandeln“

Was lässt sich an Schuppen erkennen?

Die wichtigste Unterscheidung ist zunächst: Sind die Schuppen trocken oder fettig? Trockene Schuppen sind weiß, fein und rieseln leicht von der Kopfhaut. Sie treten häufig bei Austrocknungsekzemen oder Neurodermitis auf. Fettige Schuppen dagegen sind gelblich, klebrig und riechen oft ölig – medizinisch spricht man von einer seborrhoischen Dermatitis, die im Alltag auch als seborrhoisches Ekzem bezeichnet wird. Dieser Zustand entsteht meist durch eine erhöhte Talgproduktion, die besonders bei jungen Männern vorkommt. In diesem Umfeld kann sich ein Hefepilz, der normalerweise auf der Haut lebt, stark vermehren und so Entzündungen sowie Schuppenbildung auslösen.


Text: Jacqueline Kacetl⎪Fotos: iStock_Prostock-Studio, Stefan Janko

 

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