Auftanken & durchstarten

Sich eine Auszeit nehmen, sich der eigenen Gesundheit widmen, um gestärkt in den Alltag zurückzukehren: Kur, Gesundheitsvorsorge Aktiv und Rehabilitation unterstützen dabei.

Gesundheit ist das höchste Gut: Das erkennen immer mehr Menschen. Möglichkeiten für eine gesunde Auszeit gibt es viele. Österreich bietet mit seinen über 70 Kurorten und ihren natürlichen Heilvorkommen – vom Moor über das Heilwasser bis zum Klima – eine große Auswahl an kompetenten Gesundheitszentren mit langer Tradition. Neben der medizinischen Kompetenz der Betriebe mit spezialisierten Behandlungs- und Beraterteams ist es die schöne Umgebung inmitten der Natur, wo es sich herrlich vom Alltag abschalten lässt. Zur Verfügung stehen drei Heilverfahren: Kur, Gesundheitsvorsorge Aktiv und Rehabilitation.

Die klassische Kur

Eine Kur dient traditionell dem Erhalt der Gesundheit und der Vorsorge vor Erkrankungen. Kuren werden also in Anspruch genommen, bevor eine schwere Erkrankung entsteht. Ein wesentliches Merkmal der klassischen Kur ist die Anwendung natürlicher Heilvorkommen, wie etwa Heilwasser, Schwefel oder Heilmoor. Diese tragen dazu bei, im Körper eine Reaktion hervorzurufen, die dabei unterstützt, Beschwerden zu lindern oder sogar zu heilen. Der Erholungseffekt und der Abstand vom Alltag sind Bestandteile der Kur, doch sie hat nichts mit einem Erholungsurlaub zu tun – aktive Mitarbeit ist gefordert. Das geschulte Personal unterstützt die Kurgäste dabei, neue, verbesserte und gesündere Verhaltensweisen in Hinblick auf Bewegung, Ernährung und Stress zu erlernen. Die klassische Kur gibt es heute nur noch selten, nur noch für wenige Indikationen oder nur bei bestimmten Versicherungsträgern. An ihre Stelle ist die Gesundheitsvorsorge Aktiv getreten.

Aktiv vorsorgen

Die Gesundheitsvorsorge Aktiv (GVA) ist eine Weiterentwicklung der klassischen Kur und soll zu einem verbesserten Lebensstil und einer gesteigerten Lebensqualität beitragen. Die GVA unterstützt erwerbstätige Menschen dabei, die Arbeitsfähigkeit dauerhaft zu erhalten. Bei Pensionistinnen und Pensionisten trägt sie dazu bei, einen drohenden Pflegebedarf zu vermeiden. Die GVA wird für die Therapie des Stütz- und Bewegungsapparats angeboten, der häufigsten Kurindikation. Im Vergleich zur klassischen Kur beinhaltet die GVA deutlich mehr Aktivtherapien als Teil des medizinischen Programms; auch auf individuelle Problemstellungen wird stärker eingegangen. Der Schwerpunkt der Therapie liegt dabei – neben der Behandlung der Erkrankung des Stütz- und Bewegungsapparates – auf aktiver Bewegung, mentaler Gesundheit und ausgewogener Ernährung.

Reparatur im Fokus

Im Gegensatz zur Kur oder GVA besteht die Aufgabe der medizinischen Rehabilitation in der Wiederherstellung der Gesundheit, wenn diese durch einen Unfall oder eine Erkrankung eingeschränkt ist. Während in einem Klinikum die akute Heilung im Mittelpunkt steht, geht es bei der Rehabilitation vor allem darum, dass die Patientinnen und Patienten wieder in das alte Leben zurückfinden. Eine Rehabilitation wird in der Regel im Anschluss an ein akutmedizinisches Ereignis wie etwa Herzinfarkt oder Gelenksoperation durchgeführt oder bei schweren chronischen Erkrankungen. Um eine Rehabilitation zu erhalten, muss sowohl die Rehabilitationsbedürftigkeit – also die medizinischen Gründe – als auch die Rehabilitationsfähigkeit – also die körperliche und psychische Voraussetzung für die Teilnahme – gegeben sein.

Kur, GVA und Reha: Einige Dinge sind bei allen drei Varianten gleich. Es wird immer versucht, die Leistungen auf die persönlichen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten abzustimmen, um den bestmöglichen Erfolg zu garantieren. Für die Gesundheit nach Maß  ist eine medizinische Vorabklärung entscheidend. Gleich ist auch, dass die Maßnahmen immer nur ein erster Schritt sein können. Nach dem Aufenthalt ist es wichtig, die neu gewonnenen Erkenntnisse für eine gesündere Lebensweise auch in den Alltag zu integrieren, um nachhaltigen Erfolg zu haben.

Die Gesundheitsvorsorge Aktiv wird für Erkrankungen des Stütz- und Bewegungs­apparates angeboten.


Allgemeine Kontraindikationen für Erholung, Kur, GVA und Rehabilitation

  • Pflegebedürftigkeit in erhöhtem Ausmaß (Erholung, GVA, Kur: bis maximal Pflegestufe 2 möglich)

  • Rehabilitation (Rücksprache ab Pflegestufe 2 notwendig)

  • jede akute Erkrankung, die einen Krankenhausaufenthalt notwendig macht

  • akute entzündliche und ansteckende Krankheiten

  • akute rheumatologische Erkrankungen

  • Herzinfarkt oder Schlaganfall (< 3 Monate)

  • tiefe Venenthrombose (< 3 Monate)

  • akute schwere Stoffwechselentgleisungen (dekompensierte Leberzirrhose, Niereninsuffizienz, Diabetes mellitus)

  • schlecht einstellbare Epilepsie

  • unbehandelte Alkohol- und Drogenkrankheit

  • schwere Depression, Psychosen, Essstörungen

  • demenzielles Syndrom

  • Schwangerschaft (absolute KI bei GVA, relative KI bei Erholung/Kur/Rehabilitation)

  • Zuweisungen Allgemeine Kontraindikationen


Auf einen Blick

Der Österreichische Heilbäder- und Kurorteverband (ÖHKV) gibt einen Überblick über die vielfältigen Angebote der österreichischen Kur-, Thermen-, Kneipp- und Rehabilitationseinrichtungen: www.oehkv.at


Fotos: iStock_Moyo Studio, Sanja Miljevic, JackF

 

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