Körper unter Druck

Der Sommer wird für viele Menschen zur Belastungsprobe für das eigene Körperbild. Fast jede zweite befragte Person in Österreich verspürt zu bestimmten Anlässen das Bedürfnis, abzunehmen oder besser in Form zusein. Unter diesen Befragten ist die Sommer- und Badesaison mit 65 Prozent der häufigste Anlass. Darüberhinaus glauben acht von zehn Personen, dass Menschen mit einem idealen Körper gesellschaftliche Vorteile haben. Bei zwei von drei Befragten beeinflusst das eigene Körpergefühl das Selbstbewusstsein. Das zeigt eine aktuelle, repräsentative Umfrage von Thermomix® Österreich gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut TQS.

Fast die Hälfte der in Österreich lebenden Menschen verspürt zu bestimmten Anlässen das Bedürfnis, abzunehmen oder besser in Form zu sein

Körperideale wirken in der Sommersaison besonders stark

Kaum eine Jahreszeit macht Körperideale so sichtbar wie der Sommer. Fast die Hälfte der in Österreich lebenden Menschen (48 Prozent) verspürt zu bestimmten Anlässen das Bedürfnis, abzunehmen oder besser in Form zu sein.Unter diesen Befragten nennen 65 Prozent die Sommer- und Badesaison als Anlass, 48 Prozent die Zeit vor oder während eines Sommerurlaubs. Vier von zehn Befragten (40 Prozent) geben zudem an, Situationen zu vermeiden, in denen ihr Körper stärker sichtbar ist, etwa im Schwimmbad oder auf Fotos.

Körperideale prägen die Gesellschaft

Die aktuelle Studie zeigt zudem, welchen Stellenwert das äußere Erscheinungsbild heute in der Gesellschaft hat. 81 Prozent der Befragten glauben, dass Menschen mit einem idealen Körper gesellschaftliche Vorteile haben, 72 Prozent sind überzeugt, dass das äußere Erscheinungsbild heute wichtiger ist als früher. Diese Wahrnehmung bleibt für viele nicht ohne Folgen: Bei sieben von zehn Befragten beeinflusst das eigene Körpergefühl das Selbstbewusstsein. Mehr alsdie Hälfte (57 Prozent) denkt häufig über das eigene Aussehen oder die eigene Figur nach, 45 Prozent vergleichen ihren Körper mit jenen anderen Menschen.

Natürlich, sportlich oder „skinny"

43 Prozent der Befragten haben das Gefühl, einem bestimmten Körperideal entsprechen zu müssen. Am häufigsten wünschen sie sich, natürlich und gesund zu wirken (58 Prozent). Jede zweite Person strebt ein sportliches oder athletisches Erscheinungsbild an. Gleichzeitig möchte fast ein Drittel (31 Prozent) dem Körperideal „skinny"entsprechen. Bei Frauen liegt dieser Anteil mit 39 Prozent mehr als doppelt so hoch wie bei Männern (18 Prozent). 29 Prozent möchten jünger wirken, neun Prozent streben einen sehr muskulösen Körper an. Nur sieben Prozent orientieren sich an einem konkreten Vorbild wie einem Model, einer bekannten Persönlichkeit oder einem Fitness-lnfluencer beziehungsweise einer Fitness-lnfluencerin.

Frauen und junge Menschen häufiger betroffen

Frauen sind deutlich häufiger von den Auswirkungen gesellschaftlicher Körperideale betroffen als Männer. 58 Prozent verspüren zu bestimmten Anlässen das Bedürfnis, abzunehmen oder besser in Form zu sein. Bei Männern trifft das auf38 Prozent zu. Mehr als jede zweite Frau (54 Prozent) hat zudem das Gefühl, einem bestimmten Körperideal entsprechen zu müssen. Bei Männern sind es 31 Prozent. Die Unterschiede zeigen sich auch im Alltag: 53 Prozent derFrauen vergleichen ihren Körper mit jenen anderer Menschen, bei Männern sind es 37 Prozent. Bei 78 Prozent der Frauen beeinflusst das eigene Körpergefühl das Selbstbewusstsein, bei Männern trifft das auf 62 Prozent zu. Mehr alsjede zweite Frau gibt an, Situationen zu vermeiden, in denen ihr Körper stärker sichtbar ist. Unter Männern sind es 28 Prozent.

Noch stärker zeigt sich dieser Zusammenhang bei jungen Menschen. 70 Prozent der l6- bis 29-Jährigen haben das Gefühl, einem bestimmten Körperideal entsprechen zu müssen. 68 Prozent vergleichen ihren Körper mit jenen anderen Menschen. Bei 85 Prozent dieser Altersgruppe beeinflusst das Körpergefühl das Selbstbewusstsein,74 Prozent denken häufig über ihr Aussehen oder ihre Figur nach.

„Wenn ein idealer Körper von so vielen Menschen mit gesellschaftlichen Vorteilen verbunden wird, braucht es mehr Bewusstsein für unrealistische Erwartungen und ihre Folgen. Entscheidend ist, Vergleiche zu hinterfragen,unterschiedliche Körperbilder sichtbar zu machen und einen Umgang mit Ernährung zu fördern, der nicht auf Selbstoptimierung, sondern auf Gesundheit und Wohlbefinden ausgerichtet ist", sagt Julia Menzl von Vorwerk Österreich.


Text: Daniela Rittmannsberger-Kampel⎪Foto: pexels_olly

 

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