Was impfe ich wann?
Das Gesundheitsministerium hat den Österreichischen Impfplan aktualisiert. Die Auffrischung gegen Keuchhusten wird für Erwachsene unter 60 Jahren wieder alle zehn Jahre empfohlen. Für Personen ab 60 Jahren bleibt es beim Fünf-Jahres-Abstand. Auch die Covid-Impfung sollte laut Gesundheitsministerium jetzt aufgefrischt werden, da heuer früher mit einer Infektionswelle gerechnet wird.
Keuchhusten-Rekord im Jahr 2024
Wegen der vielen Keuchhustenfälle war vor zwei Jahren empfohlen worden, die Impfung auch bei unter 60-Jährigen alle fünf Jahre aufzufrischen. Da sich die Lage inzwischen gebessert hat, gilt nun wieder der Zehn-Jahres-Abstand, erklärt Maria Paulke-Korinek, Leiterin der Abteilung Impfwesen im Gesundheitsministerium. Die Grundimmunisierung im Säuglingsalter sowie zwei Auffrischungen im Kindes- und Jugendalter sind kostenlos. Im Erwachsenenalter erfolgt die Auffrischung mit einem Kombinationsimpfstoff gegen Keuchhusten, Tetanus und Diphtherie. Ab dem vollendeten 60. Lebensjahr wird sie weiterhin alle fünf Jahre empfohlen. 2025 wurden in Österreich 1.913 Keuchhustenfälle gemeldet – etwa so viele wie vor der Coronapandemie. 2024 war die Zahl mit 15.470 Fällen deutlich höher.
Covid-Welle früher erwartet
Beim empfohlenen Covid-Impfplan gibt es kaum Änderungen. Die Impfung bleibt in der Saison 2026/27 kostenlos und ist für Kinder ab sechs Monaten, Jugendliche und Erwachsene verfügbar. Laut Impfplan wird die Auffrischung allen Personen ab zwölf Jahren empfohlen. Besonders wichtig ist sie für Menschen mit erhöhtem Risiko, Personen ab 60 Jahren und Beschäftigte im Gesundheitswesen. „Die beste Zeit für die Corona-Impfauffrischung ist jetzt“, sagte Paulke-Korinek. Heuer werde eine frühere Infektionswelle erwartet. Auch wer im Vorjahr mit dem Variantenimpfstoff gegen LP.8.1 geimpft wurde, kann die Impfung damit auffrischen. Alternativ stehen XFG-Impfstoffe zur Verfügung. Da die Varianten LP.8.1 und XFG immunologisch sehr ähnlich sind, wird von einer vergleichbaren Schutzwirkung gegen die derzeit zirkulierenden Varianten ausgegangen.
Text: Daniela Rittmannsberger-Kampel⎪Foto: iStock_Lorado